THINK !

Hey, schon Anfang Oktober, allerhöchste Zeit! Lange herbeigesehnt, doch glücklicherweise war es heute soweit: Im Hause moggadodde wurde die Muschelsaison eröffnet! Gleich zum Auftakt erwischten wir außergewöhnlich gute Exemplare der Mytilus edulis aus dem Nordatlantik, klein, zart und äußerst deliziös. Deshalb brachten wir vier es tatsächlich fertig, drei Kilogramm der glitschigen Scheißerli (selbstverständlich Bruttogewicht) nebst eineinhalb Liter sugo di pomodoro zu vertilgen plus zwei kleine Baguette. Nun dümpeln wir hier rabensatt und breit wie Calmund auf den Liegestätten herum und geordnete Gedanken sind Mangelware, was aber auch am leckeren Chianti liegen könnte, dessen letzte Reste sicher nicht mehr lange hier neben mir stehen unverzüglich geleert werden.
Klare Gedanken werde ich allerdings Euch noch abverlangen. In alter Tradition und auch auf die Gefahr hin, dass sich das Gros der geneigten Leser in das wohlverdiente Wochenende begeben hat, präsentiere ich eine neue Kopfnuss, die, das gebe ich zu, wiederum vollsten Köpfcheneinsatz erfordert. Denken à la moggadodde ist gefragt …

Ich suche nur ein Wort, das ich mit

oft variable, unmögliche Lokaladverbiale aus Frankreich

umschreibe.

Eure geschätzten Lösungsvorschläge bitte ich ab sofort hereinzureichen.

Herrschaften, ich für meinen Teil zieh’ jetzt hier noch schnell die Pfütze auf Null und dann begebe ich mich zügig in die Horizontale. „Das Boot“ – Directors Cut – zum (geschätzt) zweihundertsechsundsiebzigsten mal zwar, aber immer wieder sehenswert. Und bei den Echolot-Pings und dem schweißglänzenden Gesicht des Herrn KaLeu mit Kratern, tiefer als der Ärmelkanal, kann ich sicher gut in langsamer Schleichfahrt in Morpheus Arme abtauchen …

Euch eine berauschende Nacht wünscht
moggadodde

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21 commenti su “THINK !

  1. Jules sagt:

    oh, Muscheln, dafür bin ich noch nicht alt genug.

    Ich bin übrigens kurz vor Gibraltar eingeschlafen 😉

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  2. barbara sagt:

    ich weiß noch nicht mal, was Lokaladverbiale sind;-( Vielleicht irgendetwas Richtungsweisendes?
    Ich liebe Muscheln und für ‚das Boot‘ war ich nicht in Stimmung.

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  3. moggadodde sagt:

    Bei mir hat es tatsächlich auch geklappt mit einschlafen … in welchen Wassern sich die U 96 sich gerade befand, keine Ahnung. Der Wennemann schrie glaublich grad wieder mal „ALAAAAAM“ …
    Ist für dich das Muschelessen zwingend eine Frage des Alters? Nahörmal!

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  4. moggadodde sagt:

    @ barbara:
    Das baue ich gleich in meinen blogger-Traum mit ein: Barbarella und mogga beim Muschelnfuttern … lieber mit Weißwein oder mit Tomate?

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  5. socki sagt:

    Muscheln in Tomatensoße mit viel Knoblauch und Zitronenstück? Lecker! Rückst Du das Rezept raus? Da mein Lieblingsitaliener zugemacht hat, muß ich leider selber kochen.
    Da mir mein Gatte nicht erklären kann, was ein Adverb ist – und er hat Literatur studiert! – kann ich Dein Rätsel leider nicht lösen.

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  6. bt sagt:

    @socki: Du musst deinen Mann einfach vor dem PC festbinden… Dann würde er das hier finden:

    Lokaladverb

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  7. bt sagt:

    …oder das hier…

    Adverb

    Ich kenne das noch als ‚Umstandswort‘

    (zwei Kommentare um die Moderation zu umgehen)

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  8. moggadodde sagt:

    Clever, bt! Machts euch mal gemütlich, meine Lieben! Rezept und vielleicht einen Tipp heute abend! Wir gehen jetzt in den Wildpark …

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  9. barbara sagt:

    Muscheln in Tomatensoße und ein Baguette zum Einstippen.

    Ich mach es mir jetzt auch gemütlich und radel mal ans Meer.

    [Antwort]

  10. socki sagt:

    @bt: Danke für die Hilfe. Trotzdem kann ich dieses Rätsel mal wieder nicht lösen.
    @moggadodde: Da wäre ich dankbar für. Dann kriegt der Gatte noch sein Weißweinsößchen und alles sind glücklich. Außer mein Großer, der hat bestimmt was zu meckern.

    [Antwort]

  11. bt sagt:

    Ähhh… Pfütze auf Null ziehen? Ist das Mundart? Klingt so wie ich, wenn ich noch rasch ‚ein Glas Wasser in die Ecke stellen‘ gehe.

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  12. moggadodde sagt:

    Jawoll, in Tomatensugo mag ich sie auch am liebsten, barbara, boah, und was bist du elitär unterwegs „ich radel mal ans Meer“. Mei was bin ich neidisch :-)!

    @ socki: Also pass auf: Für uns vier sind drei Kilo Muscheln ausreichend. Ich hacke drei Bund Petersilie und 3 – 4 Knoblauchzehen klein und schneide 5 – 6 (ja, das ist kein Schreibfehler) Zwiebeln in dünne Ringe. In unserem 10 l-Topf schwitze ich das in Olivenöl etwas an und gebe dann die Muscheln dazu (du weißt ja, die, die jetzt nicht geschlossen sind, schmeißte weg) plus ein Gläsle Wasser. Dann Platte volle Kanne und Deckel drauf für etwa 10 Minuten, immer mal umrühren! Parallel mache ich die Soße, je nach Gusto, für mich ganz konventionell nur mit Salz, Pfeffer, Kräutern und etwas Zucker. Nach 10 Minuten gebe ich die Soße zu den Muscheln, die sich inzwischen alle geöffnet haben (die, die jetzt noch zu sind, schmeißte auch weg, sind aber in der Regel ganz selten)und lasse das noch 5 Minuten ziehen. Das ist alles. Total easy und soooo lecker. Ich habe nur den Fehler gemacht und den Kindern erzählt, dass die Muscheln noch leben, bevor ich sie in den Topf gebe. Das hat Überzeugungsarbeit gekostet, dass sie das dann noch essen. Das Schnitzel hat schließlich vor drei Tagen auch noch gelebt … Mit Weißweinsoße habe ich Muscheln noch nie gemacht. Ist aber im Grunde genauso, nur dass gleich der Wein mit zu den Muscheln kommt (auch mit viel Petersilie). Wusstest du übrigens, dass Muscheln in Italien Cozze heißen? Buon appetito!

    @bt: Ja, sacht man so zum Austrinken. Ich sehe, du bist mit der Jugendsprache nicht recht vertraut, was u.U. für dich spricht … Zu „Eine Stange Wasser“ abstellen kann man auch sagen „ich geh auf die Doppelnull“ oder „ich besuch die Keramik“.

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  13. moggadodde sagt:

    Auflösung: Niveau (sprich Niewo. Mir fällt kein Tipp ein, deshalb löse ich selbst und diesmal bekommt keiner die Muggepaddsche. Ätsch. War vielleicht doch etwas zuuu schwer und mißverständlich, weil die Lokaladverbiale auf Fragen wie „wohin“, „woher“ oder eben „wo“ nur antwortet und selbst das Fragewort ist. Hm. Hoffe, nicht zu viele Unannehmlichkeiten bereitet zu haben …

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  14. morgiane sagt:

    **vordiestirn klatsch* *plopp* …ich habe mir das arme kleine hirn zermartert und bin nicht annähernd auf die lösung gekommen…

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  15. socki sagt:

    Danke für das Rezept. Als ich das erste Mal beim Italiener Spaghetti con cozze bestellt habe, kam mir das nur sehr mühsam über die Lippen. So ein grausliger Name für sowas Leckeres! Während meiner Schwangerschaft habe ich beim Italiener meist Muschel mit Tomatensoße gegessen, da ich keine Nudeln essen durfte. Das war oberedel.

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  16. moggadodde sagt:

    Oh, mein sardischer Onkel Antonio hätte dir in der Schwangerschaft keine Muscheln auf den Tisch gebracht … wegen Schwermetallen und solch leckerer Sachen. Isse slechte fürr die mammmma und die baby.

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  17. barbara sagt:

    ich hab es immer noch nicht verstanden, aber Ihr braucht es auch nicht erklären. Mein Hirn hat wohl kaum noch Nervenzellen, alt wie ich schon bin:-)

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  18. Jules sagt:

    also, um auf die Muscheln zurück zu kommen. Das mag für andere Leute nicht eine Frage des Alters zu sein, für mich schon. Ich werde die mit ungefähr 30 das erste Mal probieren und nur bedingt Gefallen daran finden. So ist der Lauf der Dinge.
    Liebe Grüße
    Jules

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  19. moggadodde sagt:

    Auch eine Einstellung, liebe Jules! Ich wünsche dir jedenfalls, dass du noch lange nicht 30 wirst und dann trotzdem Gefallen an Muscheln findest!

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  20. Georg sagt:

    Ich weiß was anderes (übelst Propaganda hier mache): Wer hat Lust bei Nachtgedichte.de mitzumachen? E-Mail zu mir, dauert noch etwas aber Ideen immer her :-))

    Mogga, sorry für die Reklame.
    Gruß
    Georg

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  21. barbara sagt:

    @jules,
    jeder sollte bestimmte Ziele im Auge behalten.
    Mit 60 trage ich schließlich auch graue TwinSets:-)

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