Bitte nicht füttern!

Um meinen Körper auf die kommenden, ernährungstechnisch kargen Zeiten einzustimmen, wird er seit 2 Tagen mit Minimalkost am Laufen gehalten, für mich immer der beste Einstieg in eine Diät. Magenverkleinerung ohne OP. Einige Tage ohne feste Nahrung und der kleine Drecksack schrumpft schon einmal ein winziges Stück und verlangt nicht fortwährend Nachschub. Gleichzeitig ersetze ich den für diätale Phasen empfohlenen Tee durch Mineralwasser, drei Liter habe ich gestern geschafft, nehme statt Vollkornbrot bevorzugt Lungenbrötchen zu mir und versuche, auch meinen Koffeinhaushalt nicht zu kurz kommen zu lassen. Vitaminpräparate in Pillenform versorgen mich inzwischen mit dem Nötigsten. Ihr werdet jetzt vielleicht sagen, ich hätte nicht mehr alle Erbsen in der Schote, derlei sei ungesund und der Sache nicht dienlich und ihr mögt ja Recht haben. Für mich persönlich ist der „kalte Entzug“ als Einstieg allerdings immer noch die beste Methode.

Heute Nachmittag werde ich Dixie vom Bahnhof abholen, ja, sie war über den Jahreswechsel bei Schatzi, dann ist die Zeit eines gut gefüllten Kühlschranks hier auch wieder vorbei und ich wette, sobald sie im Auto sitzt, lautet ihre erste Frage: „Was gibt’s denn heute Abend zu essen?“
Hank hat sich zum Mittagessen Popcorn gewünscht und eben beobachteten wir durch die Scheibe der Mikrowelle, wie die Maiskörner aufploppten und schnupperten, wie der typische Geruch durch die Wohnung zog.

Hier sind noch immer Ferien und wie ihr wisst, bin ich in schulfreien Zeiten weder besonders produktiv noch einfallsreich, was Blogeinträge angeht, deshalb langweile ich euch nicht länger mit ödem Hausfrauenkram.

Euch einen ausgefüllten Tag wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

12 commenti su “Bitte nicht füttern!

  1. babs sagt:

    Das klingt hart. Ich hab bisher „nur“ das elende Fressen zwischendurch ein- bzw. auf Obst umgestellt und hab Hungeeeer. Auf zu starkes Herunterfahren der Nahrungszufuhr reagiert mein Körper gewöhnlich mit heftigen Kopfschmerzen. Gewaltkur ist also nichts für mich. Eigentlich gut so.
    Wünsch Dir viel Erfolg.

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  2. moggadodde sagt:

    Oh babs, ich rede mir ein, das ist alles eine Kopfsache mit dem Hunger. Noch klappt es ja und am Wochenende kriegt er ja wieder was Festes … Aber ohne, dass ich saufe wie verrückt, geht es nicht. Ein Liter Wasser hört den Schlag nicht und inzwischen fühle ich mich etwas wie ein Kamel. Naja, zwei Höcker habe ich ja schon …

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  3. morgiane sagt:

    tapfer! also zu zeiten, in denen ich mich radikaler gewichtsabnahme bemüßigt fühlte, ging auch nur das ganz oder gar nicht prinzip.
    also hab ich gefastet. 7 tage heilfasten und danach fdh. brachte dann relativ schnell erfolg. nur hatte es den nachteil, dass die laune gen null sank und ich streitlustig wurde. also hab ich mich mit meiner fülle angefreundet. und bin nicht mal unglücklich, aber wie gesagt, kleidergröße 44 ist noch kein untergang.
    viel erfolg!

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  4. moggadodde sagt:

    Danke, morgiane! Das Essen fehlt mir eigentlich nicht, allerdings das abendliche Fläschlein Gläschen Wein, das geht mir ab! Eigentlich ist das Leben ja zu kurz zum Kasteien, aber ich vermisse das „bewusste Essen“, nicht nur den Akt der Nahrungsaufnahme nach dem Motto „mmmh, ja, Hunger, rein damit“, wie das sonst bei mir läuft. Außerdem kneifen die Hosen und dann ist es halt einfach mal wieder Zeit. Eine Waage habe ich übrigens nicht. Auch hier gehe ich nach Gefühl. „Gefühlsechtes Abnehmen“ … ich glaube, ich phantasiere schon …

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  5. babs sagt:

    Ganz ruhig, liebe Mogga, gaanz ruhig…
    Du bist kein Kamel. Du hast keine 13 Beine. In Deinen Höckern befindet sich kein Wasser.
    Gaaanz ruhig und entspannt…
    (Sollte ich jemals wieder Kleidergröße 44 erreichen, dann feiere ich drei Tage lang.)

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  6. Senderin sagt:

    Respekt, du kannst dir schrittweise den Magen verkleinern. Ich schaff das leider nur immer umgekehrt. Ich kann ihn nämlich prima ausleiern.
    Ich wünsch dir viel Erfolg.

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  7. bt sagt:

    Das ‚Glas Wein pro Tag‘ soll ja statistisch betrachtet die Lebenserwartung eher verlängern. Leider zählen immer wieder diejenigen dieses Getränk als Medizin auf, die mehr in die Richtung ‚eine Flasche pro Tag‘ tendieren. Sei’s drum. Das Leben ist potentiell lebensgefährlich.

    An dieser Stelle von mir ein ‚Viel Erfolg!‘ beim Versuch das Volumen auf die gefühlt gesünderen Maße zu reduzieren. Je früher die Reaktion, desto leichter der Weg.

    „Hank hat sich zum Mittagessen Popcorn gewünscht“. Der Junge scheint ja, was das Mittagsmahl betrifft, von der bescheidenen Seite zu sein. Bei mir rangiert das eher unter ‚Dessert‘ – wenn überhaupt 🙂

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  8. Anne sagt:

    Ich wünsche dir auch viel Erfolg. Ich wäre auch gern so eisern wie du. *seufz*

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  9. barbara sagt:

    4 Tage schon ohne Schokolade und bald habe ich einen Vitaminschock. Die Orangen schmecken wunderbar. Ab morgen gibt es Pulver und Milch zu essen. Wäre doch gelacht….

    Allerdings zu einem Gläschen Wein sag ich nicht nein. Bei den ganzen Alkoholikern hier ist es fast unmöglich, keinen Wein zu trinken 🙂

    Tschakka Moggadodderle

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  10. morgiane sagt:

    ich bewundere deine standfestigkeit, ich habe mich heute von anderem ballast getrennt, hier war sperrmüllabfuhr. bei der menge an defektem mobiliar, und angehäuften scheußlichkeiten, kam der sportausübung respektive workout gleich…

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  11. moggadodde sagt:

    Eyy, ihr seid klasse! Immer, wenn ich jetzt Heißhunger, oder besser, Gier verspüre, lese ich eure absolut motivierenden und Mut machenden Kommentare.
    Ich habe jetzt seit Montag 100 g Naturjoghurt gegessen und ein Päckchen zuckerfreie Kaugummis. Dazu habe ich Wasser getrunken, soviel wie der Bodensee fasst, habe ich das Gefühl. Ich bin weder schwindelig noch schlecht gelaunt und offenbar bis Oberkante Unterlippe mit Endorphinen gefüllt, weil mir nicht einmal die Katakomben-Schufterei was macht. Ab morgen früh werde ich wohl langsam wieder Feststoff aufnehmen, denke ich. Ich habe den Kühlschrank mit abschreckenden Post-It’s beklebt, wegen der Zwischendurch-Attacken und eine Küchenwaage gekauft (10-Euro-Schnäppchen), die die aufliegende Menge wahlweise nach Kalorien, Fettgehalt, Kohlehydraten und Cholesterin misst. Genial das Teil!

    Mittagessen gibt es hier eigentlich nicht. Ein Brot, ein Joghurt, mal eine Suppe. Der MamS kommt um 17.00 Uhr mit Kohldampf heim, deswegen gibt es meist abends was Warmes.

    Unser Keller hätte es bitter nötig, morgiane. Gottseidank ist er nicht groß, aber voll bis unter die Decke. Ich kann aber meist nichts wegschmeißen und das rächt sich!

    Selber Tschakkaaaaa, barbarella! Halt durch!

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  12. Mephisto sagt:

    Ich wünsche dir viel Glück 🙂

    Ich habe irgendwann vor einigen Jahren, nachdem die 100 kg in nicht mehr weiter Ferne waren, mit regelmäßigem Sport angefangen. Inzwischen steht wieder die „8“ vorne und der Pizza darf ich trotzdem weiterhin frönen *grins*

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