Von Berlin nach Brooklyn

Nach drei Tagen in der Hauptstadt hat uns die unterfränkische Provinz wohlbehalten in ihre tropfnassen Arme aufgenommen. Mein ausdrücklicher Dank an dieser Stelle geht an Herrn bt, der unsere Zeit in Berlin in beeindruckend professioneller Art zu einem Erlebnis werden ließ und zwei und einem halben Dorfbewohner die Kapitale, ihre Schattenseiten und Glanzpunkte sowie den besten Falafel-Fabrikanten nahe brachte. Seine Freundlichkeit und seine Geduld mit uns hinterwäldlerischen Provinzpupsern ist sagenhaft und der MamS und ich dürfen uns glücklich schätzen, die Stadt an seiner Seite kennengelernt zu haben.

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Wie es mit angenehmen Zeiten immer ist, sie gehen viel zu schnell vorbei und so hat uns der Alltag gleich heute wieder in Beschlag genommen. Dämlicher Dauerregen und indiskutable Temperaturen drücken aufs Gemüt und die viel besungene Berliner Luft hat mir offenbar das Gehirn vernebelt, erquickliche Gedanken wollen sich partout nicht einstellen und über die Neuigkeit, dass die zur männlichen Standfestigkeit verhelfenden, blauen V-Pillen zumindest bei Hamstern erfolgreich gegen Jetlag eingesetzt wurden, wollt ihr mit Sicherheit auch nichts wissen. Wie man bei einem Hamster einen Jetlag feststellt, würde mich allerdings schon interessieren.

Deshalb schaue ich mit dem MamS jetzt ein Jerry-Bruckheimer-Frühwerk mit Jan-Michael Vincent „Terror in Brooklyn“ und hoffe, dass die Welt morgen wieder angenehmer aussieht.

Euch einen trockenen Abend wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

8 commenti su “Von Berlin nach Brooklyn

  1. Na, das klingt ja nach ereignisreichen Tagen. Allzu oft war ich noch nicht da, aber die wenigen Male waren auch nie von Langeweile geprägt. Wer sich in Berlin langweilt, ist selber schuld.

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  2. bt sagt:

    Hey, lasst euch nicht runterziehen! Auch hier scheint, mit einem Tag Verspätung, das kühlere Wetter anzukommen. Zudem bin ich mir sicher, dass auch bei euch in einer kleinen Nebengasse ein arabischer Imbiß vor sich hinköchelt.

    Und wenn´s ganz dicke kommt: Was sind schon 4 (plus/minus 1) Std. Fahrt. Zur visuellen Auffrischung genügt sogar schon, wie erwähnt, der gute alte Billy Wilder (1,2,3…).

    Zum Sightseeing fällt mir ein, ich kann mir kaum angenehmere Zeitgenossen für diese Aktivität vorstellen. Vor allem wenn man zwischen zahllosen Blitzen und feuchten Huschen mit allerlei leckerem Brennstoff auf- und rundgepäppelt wird.

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  3. Al Gore sagt:

    Du hast wohl weniger einen Jetlag als vielmehr eine Vergiftung von dem Zeug auf dem Foto. Meine Bier-Erfahrungen in Berlin habe ich verdrängt, die sind gerade alle wieder aufgebrochen. Aus Gruppenzwang auch so ein rotes Gesöff bestellt, einmal getrunken und (da im Biergarten) wieder ausgespuckt und weiterverschenkt. Ein Radler bestellt. Festgestellt, dass die Ferkel das mit gelbem Limo panschen. Wild mit der Bedienung protestierend habe ich das dann getrunken und musste mich auch noch als Bayer beschimpfen lassen. Ein normales Bier bestellt und dann „Berliner Kindl“ bekommen. Da freut man sich auch auf unser Hofbräu wieder.

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  4. moggadodde sagt:

    @ Karin: Genau genommen weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Ohne Planung geht da gar nüscht!

    @ bt: Der MamS wird jetzt sicher immer mit offeneren Augen durch die Stadt gehen, Ausschau haltend nach Falafel, wobei er ein Original wie „deinen“ Iraker sicher nicht finden wird 😉
    Um dich ultraschlankes Wesen rund zu päppeln, bräuchte es allerdings mehr als ein paar Kichererbsen und ein bisschen Eis, glaube ich …

    @ Al Gore: Die Radler-Erfahrung hat der MamS auch gemacht. „Mit Sprite?“ fragte die Servicekraft, wobei sie das „mit“ ein bisschen verschluckte. Der MamS: „Nee, ein Radler“. SK: „Also mit Fanta“. MamS: „Einfach ein Radler halt …“ bis auch ich mal durchblickte und genauso erstaunt wie du registrierte, dass die da wirklich gelbes Limo ins Bier kippen. Tut mir leid, dir eine unschöne Erinnerung beschert zu haben … Das Pils von Hofbräu ist mir übrigens zu bitter. Nur das „1643“ schmeckt lecker.

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  5. Al Gore sagt:

    Nach „Berliner Kindl“ freue ich mich sogar auf di e Hofbrüh!

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  6. azahar sagt:

    Bier muss bitter sein! 😉

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  7. moggadodde sagt:

    @ Al Gore: Als Kind musste ich jahrelang die Geruchsemmissionen der Hofbräu ertragen … Das prägt fürs Leben!

    @ azahar: Zu bitter ist nichts für mich, deshalb mag ich Lagerbier ganz gern. Ich bin offenbar nicht so hart im Nehmen wie du 🙂

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  8. Al Gore sagt:

    Den Geruch kenne ich auch ganz gut… Stell dir vor, da ist dann auch noch Waldmeister dabei!

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