Wir sind Weltmeisterin!

Na, wer sagt’s denn? Ganz besonders wegen der Spitzenleistung der unterfränkischen Torfrau Nadine Angerer konnten die deutschen Damen ihren Titel verteidigen!
Auch wenn nur wenige Public Viewing-Events und keine einzige schwarz-rot-goldene Fahne zu sehen waren: Ich bin richtig stolz auf die Amazonen, die den hochnäsigen und teilweise sehr stark spielenden Brasilianerinnen gezeigt haben, wo der Frosch die Locken hat.
Auch Dixie hatte sich in jungen Jahren im Fußballspiel versucht

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aber wegen ihrer Schwierigkeiten, aufs richtige Tor zu schießen und weil ihr Interesse eher den Kinderwägen, die ums Spielfeld platziert waren galt, nahm ihre Karriere schnell ein Ende.
2 : 0. Ein starkes Stück Frauenfußball! Also, der MamS und ich machen jetzt eine Flasche auf!

Euch auch einen Feier-Tag wünscht
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Flüssigpflaster

Wegen einer Geburtstagsfeier bei der verzogenen Nachbarin, die schon am Vormittag begann und einer Einladung meiner Mutter in die Pizzeria durfte ich heute mal wieder zahlreiche alkoholhaltige Produkte verköstigen.

Empfehlung des Tages:
Aperol mit Prosecco.

Leicht bitter schmeckt das, zugegeben, aber ansonsten ist dieser Aperitif eine feine Alternative.
Das wollte ich nur mal kurz einwerfen. Ich werfe mich jetzt nämlich auch – aber ins Bett. Bauchweh. Rückenschmerzen. Nicht wegen des Alkohols, der hat leider nicht geholfen. Monatsmassaker, mistiges. An solchen Tagen wäre ich gerne 10 Jahre älter.

Euch eine schmerzfreie Nacht wünscht
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Die Mogga-Rente

Das wird hier ein höchst komplizierter Beitrag, den ich fast ohne Zuhilfenahme bewusstseinserweiternder Substanzen auf den Monitor bringe. Jedem Leser, der bar jeden logischen Verständnisses durchs Leben wandelt, empfehle ich dringendst, sofort die Finger in die Hand zu nehmen und zu flüchten!
Für alle, die vielleicht bald (resp. hoffentlich nicht bald) in unserer Lage zum Liegen kommen und insbesondere die Herren und Damen Rentenspackonauten aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Aufgemerkt!

Heute früh war ich nämlich mit meiner Mutter auf dem Amt, um den Antrag auf Witwenrente zu stellen. Natürlich wird die finanzielle Decke ziemlich kurz ausfallen. In dieser Generation waren die Begriffe „private Altersvorsorge“ oder gar „Riester-Rente“ noch nicht erfunden und es war ja oft üblich, dass sich die Frauen zur Heirat ihre bis dahin erreichten Rentenansprüche auszahlen ließen, was meine Mutter nach meiner Geburt auch tat, weshalb ihr jetzt noch 12 zu den erforderlichen 60 Beitragsmonaten fehlen. Um nun auf winzige 75,00 € eigene Rente zu kommen, muss sie fast 1000,00 € an freiwilligen Beiträgen nachzahlen, ein Aufwand, der sich zwar nach einem guten Jahr Rentenbezug schon wieder amortisiert hat, trotzdem gerade jetzt ziemlich schmerzt. Das ist aber der Tatsache anzulasten, dass sie außer ein bisschen geringfügiger Tätigkeit nie weiter berufstätig war und deshalb absolut einsehbar. Darauf wollte ich ja auch gar nicht hinaus.

Als Witwe hat meine Mutter aber Anspruch auf 60 % der letzten Rente meines Vaters, das nennt sich dann „Große Witwenrente“, ich nenne es einen „Grandiosen Bullshit“.
Es ist nämlich vollkommen schnurz, ob mein Vater noch 30 Jahre Rente bezogen hätte oder, wie vorliegend, nur 2 Jahre Ruhestand erleiden musste genießen durfte, die 60 % sind fix.
Für mein Gefühl ist es aber ein großer Unterschied, ob jemand die ohnehin bescheidenen Früchte seiner Rentenversicherungsabgaben für einige Jahrzehnte einstreicht (was ich jedem Menschen unbedingt gönne, überhaupt keine Frage!) oder, wie mein Vater, schon nach zwei Jahren mit seinem sozialverträglichen Frühableben (zu Recht Unwort des Jahres 1998!) die Rentenkasse vor dem viel beschworenen, finalen Kollaps bewahrt.

Für die stockblinden Fluffis der Legislative hätte ich deshalb mal einen grandiosen Verbesserungsvorschlag am Start: Die „umgekehrte Staffelrente“! Je nachdem, wie lange der Rentner die Zahlungen vor seiner Fahrt ins Nirvana bezogen hat, staffelt sich die Höhe der Witwenrente. Hat der Arme schon nach 0 bis 10 Jahren ins Gras gebissen, erhält die Witwe noch 90 % der regulären Altersrente bis zum zehnten Jahr des Witwenrentenbezugs, danach sukzessive weniger bis zum Sockel von 60 % ab dem 20. Jahr des Witwenrentenbezugs. Wie? Ihr versteht das nicht? Das habe ich mir gedacht und schon mal eine etwas laienhafte Skizze vorbereitet, die den Sachverhalt vielleicht erhellt:

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Ich finde es nämlich, gelinde gesagt, äußerst ungerecht, dass die Ehefrau, die eine jahrzehntelange Einzahlung (bei meinem Vater waren es 49 Jahre!) in die Rentenkasse mit ihrer treusorgenden, aufopfernden Tätigkeit als Chefmotivateuse, Gourmetköchin, Hauswirtschafterin und freudenspendender Fortpflanzungspartnerin überhaupt erst ermöglicht hat, sofort, mit allen laufenden, finanziellen Verpflichtungen derart ausgebremst wird. Das Wort „rentabel“ in diesem Zusammenhang kommt jedenfalls nicht von „Rente“, soviel ist sicher.
Ich überlege ernsthaft, ob ich dem Herrn Müntefering meine Überlegungen mal zur Kenntnis bringen sollte, obwohl ich bezweifle, dass er sich mit dieser Thematik auch nur ansatzweise auseinandersetzen will. Schon klar, Münte, die Mogga-Rente würde zwar nur fair sein gegenüber den vielen Frauen, die ihre berufliche Existenz für den Dienst am Mann aufgegeben haben, rechnet sich aber nicht für dich.

Als heute die Rentenversicherungsfachangestellte zum Kopieren den Raum verlassen hatte, und meine Mutter ein bisschen konsterniert auf die Berechnung blickte, versuchte ich sie zu trösten mit dem Hinweis, dass sie noch zufrieden sein könnte, mit ihren 60 %. Wäre sie nämlich eine indische Witwe wäre sie vielleicht schon auf dem Sati-Scheiterhaufen verbrannt worden und der raffgierige Fiskus würde sich zufrieden die Hände reiben, weil er für die lästige, vermeintlich lustige Witwe gar nichts mehr berappen müsste. Da mussten wir beide sogar ein bisschen lachen …

Euch eine rentable Nacht wünscht
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Wasserschaden

Das Phänomen ist ja bekannt: Fallen mehr als 2 ml Regen innerhalb einer Stunde auf den Quadratmeter verwandeln sich die meisten Verkehrsteilnehmer in verkrampfte Schisshasen, die sich auch auf übersichtlicher Strecke wie eine zähneklappernde Zombietruppe fortbewegen, die einem mysteriösen, ferngesteuerten Brainwashing unterzogen wurden und auch die Stadt mit ihrer überängstlichen, defensiv-defensiven Fahrweise die am Freitag sowieso schon verstopfte Stadt zusätzlich blockieren. Besonnenheit in allen Ehren, aber das grenzt an Diebstahl, finde ich. Die Deppen auf regennassen Straßen stehlen nämlich meine Zeit und da werde ich schon leicht ungehalten, zumal so eine Schleich-Schrapnelle vorhin beim planlosen Spurwechsel beinahe Bekanntschaft mit unserem linken Kotflügel gemacht hätte, wenn der MamS nicht beherzt an den Bordstein geschrammelt wäre. Als er dann allerdings zu ihr aufschloss, die sehbehinderte Kanaille durchs geöffnete Fahrerfenster mit derbem Vokabular zu einer Fahrtauglichkeitsprüfung oder wahlweise einem Optikerbesuch aufforderte, war mir das doch etwas peinlich und ich guckte lieber betreten in das nicht enden wollende Sauwetter. Diese dämliche, fahrende Null und ein Haufen ihrer fahrbehinderten Frettchen-Freunde sind Schuld, dass ich heute noch nicht mal zum Zeitunglesen gekommen bin!
Das

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ist übrigens mein Heimweg und ich wünschte mir öfter überall eine so freie Bahn!

Euch einen trockenen Abend wünscht
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Moggas most melancholic melody

Mein sonst meist gefestigter Gemütszustand ähnelt im Moment einem Häufchen Möwenscheiße auf den wogenden Kämmen der Ostsee-, Atlantik- oder Pazifik-, ach, irgendeiner beschissenen Brandung halt, wobei die Sohlen ziemlich tief und die Gipfel nicht sehr hoch scheinen, was bei echtem Wellengang Quatsch ist, weil was tief unten ist ja wieder umso höher nach oben muss, aber ich bin ja keine Möwenscheiße auf dem Kamm einer Welle, fühle mich aber so, ich sagte es bereits.

Wenn ich als Teenie tieftraurig war, zu einer lange vergangenen Zeit, als Cat Stevens nämlich noch Cat Stevens und nicht Herr Islam war, kam ich an Lady d’Arbanville nicht vorbei, ein Stück, das sich bei ausgeglichenem Seelenhaushalt eigentlich nur mit Spritzbesteck und einer großen Ration Dope in Golden-Shot-Quantität ertragen lässt.
In einem unendlich transfiniten Looping könnte ich heute diesen finalen Jammerlappen-Gassenhauer durch meine Ohrmuscheln peitschen. Mir stinkt heute alles, der MamS, das Kind, der Scheiß-Vollmond und dass ich zuviel Kaffee getrunken habe und dauernd aufs Klo muss, stinkt mir auch.
Nicht, dass ihr denkt, ich möchte so wie die besungene Lady mit kalten Lippen six feet under liegen, weit gefehlt. Aber um wieder in die Spur zu kommen, machen die Leute ja die abgefahrensten Sachen, und ich höre eben diesen archaischen Uralt-Schinken so lange, bis ich ihn aus den Ohren kotze.
Ich finde übrigens, dass „to kick the bucket“ sich viel besser anhört als „den Löffel abgeben“. Das aber nur nebenbei.

Euch einen verheißungsvollen Abend wünscht
moggadodde

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