Luftnummer

Aus Gründen nachbarschaftlicher Rücksichtnahme habe ich beim Kauf meines neuen Föns auf den entstehenden Lärmpegel geachtet und stehe jetzt bei Durchlesen des Beipackzettels vor einem anderen Problem:

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Wo bitte, fönt sich Ottilie Normalverbraucher denn sonst, wenn nicht im Bad? Die Angst der Konzerne vor Schadenersatzforderungen von depperten Verbrauchern bringt in Amerika schon lange wasserdicht formulierte Betriebsanleitungen hervor und findige Advokaten reiben sich die gierigen Finger, wenn der Geschädigte, jeglichen gesunden Menschenverstand außer Acht lassend, seine Pediküre mit der Kettensäge erledigt hat, weil in der betreffenden Produktbeschreibung dummerweise nicht ausdrücklich davon abgeraten wurde. Das führt zu allerlei grotesken Warnhinweisen und die Beklopptesten werden jährlich bei wackywarnings gekürt.
Ich bin zwar ehrlich beeindruckt, wie sich die Fönfirma um mein Wohlergehen sorgt, fürchte aber der MamS wird nicht davon begeistert sein, dass ich an meinen Arbeitstagen ab sofort aus Sicherheitsgründen um halb 6 Uhr früh im Schlafzimmer meine Haare trocknen muss, während er noch eine Mütze voll Schlaf kriegen könnte.

Da fällt mir gerade ein, dass bei der Betriebsanleitung meines mp3-Players die explizite Warnung fehlt, dass es bei rektaler Applikation zu ernsthaften Verletzungen der dort beheimateten Schleimhaut kommen kann. Weil ich blöderweise in Deutschland wohne und mir einen Prozess im Ausland nicht leisten kann, hat es wohl keinen Sinn, dass ich es ausprobiere und dann einen Anwalt anrufe.
Diese Idee ist wohl deshalb, genau wie der Warnhinweis für meine neuen Fön, ziemlich fürn Arsch, genau genommen.

Euch einen trockenen Tag wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

10 commenti su “Luftnummer

  1. Squalus sagt:

    Gehst du zum Fönen etwa nicht ins Boudoir? Hat der MadS etwa kein Herrenzimmer? Zustände sind das! Ts-ts-ts… 😛

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  2. moggadodde sagt:

    @ Squalus: Lieber arm dran als Arm ab. Fön ich mich halt in der Garage.

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  3. socki sagt:

    Du liest die BDA eines Föns?

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  4. moggadodde sagt:

    @ socki: Selbstverständlich! Du nicht? Bei den hochtechnisierten Geräten heutzutage könnte es doch gut sein, dass man einen Fön gleichzeitig z.B. als, sagen wir Tauchsieder oder Epilierer verwenden kann! Außerdem hat das Papier so gut gerochen 😉

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  5. socki sagt:

    Du riechst an BDAs? Da tun sich ja Abgründe auf!

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  6. moggadodde sagt:

    @ socki: Klar! Ich rieche auch an Katalogen, Briefen und Zeitschriften. Wenn ich noch ein bisschen übe, kann ich bei „Wetten dass“ auftreten, wo ich Zeitungen am Geruch erkenne 😉 Ich liebe den Geruch von frisch bedrucktem Papier.

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  7. diefremde sagt:

    Bist Du morgens um halb sechs überhaupt wach genug, um das Gerät ohne Aufsicht bedienen zu dürfen?

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  8. moggadodde sagt:

    @ diefremde: Du meinst, ich brauche noch einen Dryersitter? Notfalls müsste ich den MamS aus dem Bett holen: „Komm fönen, honey!“ … *lach*
    Wenn ich wach sein muss, geht das mit dem Wachwerden schnell aber wenn ich mich nochmal hinlegen kann, werde ich schnell schwach …
    Schön, dass du wieder da bist!

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  9. BS sagt:

    ein mann föhnt sich nicht die haare. jedenfalls meinereiner nicht. wenn doch (beim friseur) sehen meine grauen irgendwie tuntig aus ;o).
    demzufolge liest ein mann diese jebrauchsanweisung eines föhns ooch nicht. obwohl, das mit der nackten haut iss für einen mann schon wieder interessant. das fördert die fantasie wenn du weißt was ich meine :o))).

    allerdings habe ich mal in einem anflug von wahnsinn meine medikamentenzettel gelesen. nachdem ich nun weiß das nach der einnahme selbiger krebs, leber- und nierenversagen folgen, fühle ich mich im moment eigentlich pudel wohl :o))).

    jeht doch nüscht über jepflechte beipackzettel.
    *küsschen* schatzi ;o)

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  10. moggadodde sagt:

    @ BS: Bööööser Fehler! Beipackzettel niemals lesen, bis auf die Dosierungsanweisung und die Wechselwirkungen. Dixie musste vor kurzem schwere Medikamente wegen eines Falls von Hirnhautentzündung in ihrer Clique nehmen. Was macht sie? Liest den Beipackzettel, aber nur die möglichen Nebenwirkungen. Danach hatte sie ganz plötzlich doch nicht so engen Kontakt mit dem Erkrankten. Als ihr Urin und ihre Tränen aussahen wie frisch gepresster Blutorangensaft hat sie vorzeitig abgebrochen.
    Ähhh, BS, Fönluft auf nackter Haut. Das wäre ganz bestimmt nicht mein Mittel der Wahl zum Erreichen der Betriebstemperatur und außerdem viel zu laut. Voll der Stimmungskiller, der Fön!

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