THINK!

Diaphlegma – das ist kein neuartiges Mittel zur Verhütung unerwünschter Nebenwirkungen (gelegentlich auch „Kinder“ genannt), sondern umschreibt den bereits seit einigen Tagen vorherrschenden Zustand der temporären Trägheit, die aber im Casus Mogga keinesfalls mit Faulheit gleichzusetzen ist. Die täglichen Verrichtungen leiden nicht unter meinem Diaphlegma, nur werden sie nicht in abartigem Tempo vollzogen sondern eher gemächlich, mit Bedacht, Muße und ausnahmsweise mit System.
So erhielt sogar der Umstand, dass erst eine aufwändige Gangbarmachung des arachnoidös verseuchten Kellerraums erforderlich war um an meine überfälligen Sommerschuhe zu gelangen eine beinahe komödiantische Note, als ich nämlich zwischen den Kisten balancierend das Gleichgewicht verlor und mit dumpfem Anprallgeräusch und einem kleinen Schrei seitlich nach rechts und wenig ladylike in die dort filigran gestapelten Kartonagen kippte. Als ich auf dem Karton mit Farbresten und Anstreicherzeugs schmerzhaft zum Liegen gekommen war, musste ich nur noch meinen Kopf vor der herabstürzenden Kiste mit vergilbten Prüfungsunterlagen aus den späten Achtzigern des letzten Jahrhunderts, uralten Ansichtskarten von längst vergessenen Liebschaften und allerlei antiquarischen Druckerzeugnissen fragwürdiger Provenienz (nichts pornöses allerdings) schützen, bevor ich mich panisch nach aufgeschrecktem Spinnengetier umsehen konnte, das wohl seinerseits in Panik vor mir bereits geflohen war. Den Fall überstand ich zwar relativ unbeschadet aber einmal mehr fragte ich mich, wieso wir den dreimal verfluchten Keller nicht in den Griff kriegen.
Mit unserem Keller ist es nämlich wie mit unseren (Gemeinschafts-)Schubladen: Dort herrscht pures Chaos und es ist ein absolutes Ding der Unmöglichkeit, einen aufgeräumten Keller oder eine übersichtlich befüllte Schublade länger als drei, vier Tage aufgeräumt oder übersichtlich zu halten. Es ist müßig, darüber zu diskutieren oder gar Besserung zu geloben, das käme dem Versuch gleich, mit Rollschuhen auf Kopfsteinpflaster einen doppelten Rittberger vorzuführen.
An Tagen mit Diaphlegma stören mich Sachen, die ich ohnehin nicht ändern kann, allerdings nicht für fünf Pfennig weswegen ich froh bin, gerade heute meine Schuhe gesucht zu haben und nicht an einem anderen Tag, an dem ich aus nacktem Frust die im Durcheinander gehorteten, uralten und absolut scheiße klingenden Aktivboxen gepackt und nach garantiert angriffslustigen Spinnentieren geworfen hätte. Allerdings wären sie dann endlich hinüber gewesen (die Boxen) und ich hätte sie mit gutem Gewissen in den Müll geben können, während sie so bestimmt noch weitere 5 Jahre im Keller vor sich hin gammeln, wenn nicht vorher endlich jemand drauftritt.

Jetzt habe ich mich doch schon wieder verplaudert, denn eigentlich will ich euch ja nur mit einer neuen Kopfnuss konfrontieren! Auch diesmal suche ich nur ein einziges Wort:

Wie nennt sich die lose Verbindung, die es ohne die immer neue Hingabe einer energiegeladenen Regina oder einer fetten Linda nicht geben würde?

Eure geschätzten Antwortvorschläge bitte ich erst ab

morgen, 21.00 Uhr

einzureichen. Möglicherweise kann ich selbst um diese Zeit zwar noch nicht am Start sein, aber ihr kommt ja auch ohne mich klar.

Hautnei!
moggadodde

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24 commenti su “THINK!

  1. moggadodde sagt:

    Wow! Ist ja richtig was los hier … 😀
    Ich mach’s ebenso kurz und ernenne Frau socki, die die richtige Antwort „Bratkartoffelverhältnis“ mailisch genannt hat, zur Siegerin dieser Runde. Morgen gibt’s ein nettes Preisle für dich!
    Herr Markus war zwar auf der richtigen Fährte, hat aber leider mit „Kartoffelsalat“ das Ziel knapp verpasst.
    Besonderen Glückwunsch an Frau socki, denn das war wirklich nicht einfach!

    [Antwort]

  2. socki sagt:

    Jetzt bin ich aber platt! Tatsächlich?
    Ein blindes Huhn findet ja doch manchmal ein Korn. Danke.

    [Antwort]

  3. Georg sagt:

    Oha, hier gabs ja ein Rätselspaß – hab’s komplett verpasst, überlesen und in die Ablage „Wichtiges“ gelegt 🙂
    Hachja, neues Spiel, neues Glück!

    [Antwort]

  4. Georg sagt:

    Und jetzt im Nachhinein, herzlichen Glühpunsch an Frau Socki – ehrlich, das sind Gedankengänge und selbige -wege…
    Ist Frau – ja, ok 🙂

    [Antwort]

  5. Georg sagt:

    sollte heißen:

    Ist Frau…
    ja…
    ok 🙂

    [Antwort]

  6. markus sagt:

    *vor den kopf klatsch* manchmal sollte ich doch genauer hingucken. habs zu locker genommen. aber egal, herzlichen glückwunsch, socki! und nu muss ich zur arbeit…

    [Antwort]

  7. Menno, ich musste schon wieder passen, schnüff! Aber jedesmal denke ich, okay, bei Moggas nächstem Brainstorming, dann klappts!

    Regina??? Linda??? Sind das etwas Kartoffelsorten? Letztes Mal hattest Du eine, äh, historische landwirtschaftliche Maßeinheit im Rätsel… Du musst mal was URBANERES machen! 😉

    [Antwort]

  8. moggadodde sagt:

    @ socki: Gerne … Du hast das sehr souverän gemacht!

    @ Georg: Was heißt hier „Ist Frau, ja, o.k.“? Das hört sich in meinen Ohren irgendwie abwertend an … 😉

    @ markus: Mach‘ dir nichts draus! In dem Gewinner-Ranking, das ich demnächst mal veröffentliche, bist du Spitzenreiter!

    @ frater aloisius: Tja, das ist ja hier auch kein Jungspund-Blog, klar, weil ich mich selbst auch im späten Mittelalter sehe :-D. Da sollte ein Begriff wie „Linda“, zack, sofort mit „Kartoffel“ in Verbindung gebracht werden. Gut, dir zuliebe, weil du noch so einen jugendlichen Touch hast, gibt’s bald mal was aus dem Großstadtsumpf 😀

    [Antwort]

  9. Georg sagt:

    Kartoffel? Wie war das noch gleich? Meine Olle is ne olle Knolle
    Immer wieder lustisch ;o)

    [Antwort]

  10. moggadodde sagt:

    @ Georg: Olle Knolle? Ist das wieder so ein Blattschuss-Ding?

    [Antwort]

  11. Georg sagt:

    So ähnlich, vielleicht finde ich ja noch mal das mp3 Den Text gibt’s z.B. wenn du hier oben auf meinen Namen „Georg“ klickst 🙂

    [Antwort]

  12. Georg sagt:

    oder auch nicht, dann aber hier

    [Antwort]

  13. moggadodde sagt:

    @ Georg: Geiler Text … *lach* … gefällt mir!

    [Antwort]

  14. markus sagt:

    ‚meine olle ist ne olle knolle‘ ist ein textauszug eines songs der sauerländischen band ‚zoff‘, die am rande der ndw mitschwamm. ich glaube, er stammt aus ‚gimme gummi‘

    [Antwort]

  15. markus sagt:

    nee, iss aus ‚faxen machen’…

    [Antwort]

  16. socki sagt:

    *verbeug* (zum dritten Mal – hoffentlich klappts jetzt mit dem Kommentieren). Danke für die Blumen. Ist ja eher selten, daß ich hier mal was weiß.

    [Antwort]

  17. markus sagt:

    @ socki: nu stell dein licht mal nicht so unter den schemel. das war echt klasse!

    [Antwort]

  18. moggadodde sagt:

    @ markus: Nie gehört … Ihr kennt Zeuch!

    [Antwort]

  19. markus sagt:

    kannst du sogar bei youtube hören. musst du nur ‚faxen machen‘ und zoff eingeben. aber deren hit ’sauerland‘ kennst du doch, oder?

    [Antwort]

  20. moggadodde sagt:

    @ markus: *lach* – Hab’s mir angehört … Sauerland kannte ich auch nicht … „Wo die Misthaufen qualmen, da gibt’s keine Palmen“ ist ja schon fast poetisch 😉

    [Antwort]

  21. markus sagt:

    im schüttelreimen waren die gut, nicht wahr? die aussagen sind teilweise…naja.

    [Antwort]

  22. moggadodde sagt:

    @ markus: Stimmt 😉

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  23. azahar sagt:

    Nachdem ich für das Rätsel eh schon viel zu spät dran bin, nur eine Bemerkung bzgl. Chaos im Keller.
    Die einzige Möglichkeit dem ein Ende zu setzen, ist den Keller abzuschaffen! Kein Keller mehr, kein Chaos mehr. So einfach ist das. Funktioniert bei uns prächtig. Da wir keinen Platz haben um Dinge aufzuheben, wird auch so gut wie nichts aufgehoben.

    [Antwort]

  24. moggadodde sagt:

    @ azahar: Kein Keller ist auch keine Lösung! Wo soll ich denn hin mit Übertöpfen, Inlinern, Schallplatten, Tapeziertischen, Weihnachtsschmuck, Faschingskostümen? Das braucht man doch alles! Irgendwann … 😀 Brauchst du sowas nie? Und wenn doch: Wo verstaust du das!?!

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