Echt die Krätze!

Na prima! Der Ausschlag, der sich seit gestern auf meinem oberen Rücken breitmacht, hat sich in südlicher Richtung und auf meine Unterarme ausgedehnt. Mein Rücken ähnelt einem gut belegten Streuselkuchen und meine Arme sehen aus, als hätte ich permanente Gänsehaut. Außerdem spüre ich die ersten Pusteln am Haaransatz und das alles kribbelt, als hätte ich in Juckpulver gebadet.
Gut, dass Herbst und Langarm befohlen ist. Schlecht, dass ich überlege, deswegen heute Abend schon wieder zum Arzt zu gehen.

Zu allem Überfluss habe ich geträumt, ich hätte ein Verhältnis mit Günter Netzer. Ich meine, Günter Netzer, das muss man sich mal vorstellen! Ach, ist heute nicht Champions League? Bayern gegen Lyon oder so? Haben die Münchner nicht auch gerade irgendeine Seuche? Vielleicht sollten sie auch endlich mal jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Ich hasse die Welt
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Flüssige Beweisführung

Ich hielt unsere Bekannte ja im Stillen immer für eine Simulantin, wenn sie erzählte, dass ihr beim Autofahren leicht übel wird. Ich hielt diese Aussage für einen durchsichtigen Versuch, Aufmerksamkeit zu erhalten, sich wichtig zu machen. Wem wird denn bitte beim Autofahren schon schlecht? Pah! Ammenmärchen!
Die Heimfahrt von einer Party heute Nacht hat mir allerdings gezeigt, dass sie nicht gelogen hat. Nur den notgedrungen halsbrecherischen Fahrkünsten des MamS ist es zu verdanken, dass C. die vorher genossenen Alkoholika neben eine Laterne am Rastplatz verklappte, statt in den Fußraum unseres Autos. Nie wieder nenne ich jemanden einen Simulanten, ehrlich.

Euch einen trockenen Tag wünscht
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Namenloses Grauen

Gestern beim Zappen hat mich auf Pro7 unvermutet der kugelrunde Bauch von Jana Ina angesprungen. Der unter dem Thema „Lifestyle“ geführte Zwitter aus Fremdschäm-TV und Verhütungsmittel mit dem Titel „Wir sind schwanger“ gibt den beiden lesser celebrities eine Plattform, auf der sie ihre Schwangerschaft präsentieren dürfen, inkl. aller Komplikationen, die eine ziemlich lange Zeit von 40 Wochen hormonellem Ausnahmezustand zu bieten hat. So kurios ich dieses Format auch finden mag, Jana Ina selbst ist mir ziemlich sympathisch. Zwar befindet sie sich erst ungefähr in der Mitte der nötigen Brutzeit, droht aber schon jetzt beinahe zu platzen. Noch ein paar Wochen und sie wird sich kaum mehr rühren können. Ich weiß, wovon ich spreche, bei mir verhielt es sich nämlich ganz ähnlich.

Mit dem Urheber des „pregnanten“ Zustandes von Jana Ina, dem singenden Herrn Giovanni Zarrella gibt es schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Namensfindung. So, wie ich es in der kurzen Zeit verstanden habe, wird es sich um ein männliches Baby handeln und die Mutter hat sich für den Namen „Gabriel“ entschieden, der doch gar nicht übel klingt und in Kombination mit „Zarrella“ sogar noch besser klänge, wenn der in Italien gebräuchliche männliche Vorname „Gabriele“ daraus würde, finde ich.
Der Kindsvater aber ist mit solch einem No-Name für sein Produkt aber gar nicht einverstanden. Ihm schwebt das Beckham- oder Pooth-Modell vor, in dem die armen Kinder nach Städten oder tragischen Shakespeare-Figuren benannt sind. Mit glänzenden Augen schwärmte Giovanni von seinen eigenen Kreationen „Montreal“ oder „Rock“, aber auch von „Romeo“ oder „Brooklyn“ („Das klingt nach was!“), den Vornamen zweier Spice-Sprösslinge und fand offenbar sogar „San Diego“ hübsch, so heißt der Sohn von Frau Pooth, den diese nach dem Locus Operandi benannt hat. Der dritte kleine Spice, das will ich hier nicht unterschlagen, heißt übrigens „Cruz“ was übersetzt ja „Kreuz“ heißt, nach meiner Meinung allenfalls als Spitzname für einen gedopten Schwimmer durchginge und wohl unter das Krankheitsbild „Fortgeschrittener Kevinismus“ fällt.

Jedenfalls scheinen Frau Ina und ihr Gemahl in dieser Frage heftigst zu dissonieren und Frau Ina erzählte mit verzweifeltem Lächeln, dass ihr Giovanni schon länger Landkarten und Ortsverzeichnisse durchforstet, um einen besonders ausgefallenen, quasi einzigartigen Vornamen für die Frucht seiner Lenden zu finden.

Ich hätte da ja schon einige Vorschläge im Angebot. Ganz in der Nähe liegt z.B. das schöne Örtchen Rimpar, kurz, prägnant und als Vorname bestimmt noch nicht verwendet. „Rimpar Zarrella“ – ist das nicht pure Musik? Oder, wenn es eine literarische Figur sein soll, wie wäre es mit dem einzigartigen Zäpfel Kern, dem deutschen Pendant zu Pinocchio? Ich meine „Zäpfel Zarrella“, das klingt zwar bescheuert, ist aber garantiert noch nicht vergeben. Aus einem Kind mit diesem Namen MUSS doch etwas werden, schlimmstenfalls ein Außenseiter, aber immerhin!

Liebe Frau Ina, bleiben Sie standhaft, soweit das in Ihrem kugelrunden Zustand noch möglich ist, und entlassen Sie nicht noch ein Kind mit einem absolut dämlichen Namen in diese Welt! Setzen Sie ihr charmantes Lächeln und unschlagbare Argumente ein, beharren Sie auf Ihrem Gabriel und vor allem: Nehmen Sie Ihrem Mann bloß die Landkarten weg!

Euch eine sprachlose Nacht wünscht
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Verliebt – Verrückt – Verhaftet

Für Aufsehen hat in der letzten Woche das Erlebnis einer Frau aus einem der Nachbardörfer gesorgt, die im Schlaf von einem Vermummten überfallen, mit einer Stofftasche über dem Kopf bedacht und gefesselt wurde. Der Täter ließ die Frau im Schlafzimmer zurück und soll nach Zeitungsberichten erst einmal anständig gevespert haben, ehe er von einem zufällig vorbeikommenden Arbeitskollegen der Überfallenen gestört wurde und das Weite gesucht hatte.
Schon letzte Woche fand ich die Geschichte seltsam. Ich jedenfalls bin noch nie von Kollegen oder Bekannten spontan um 6.30 Uhr besucht worden (um um diese Zeit ungestraft bei mir aufkreuzen zu dürfen, müsste der Besucher auch schon einen triftigen Grund haben!) – da musste doch irgend etwas anderes dahinter stecken.
Heute nun kam heraus, dass Täter und Retter ein und dieselbe Person sind. Ein 36jähriger Kollege des 30jährigen Opfers war über sein bisheriges, erfolgloses Liebeswerben so verzweifelt, dass er sich diese Räuberpistole einfallen ließ, damit seine Angebetete ihn, den vermeintlichen Retter, endlich erhört.

Dass dieses Ansinnen gründlich in die Hose gegangen ist, versteht sich von selbst und ich nehme einmal an, dass die bedauernswerte Frau die Erinnerung an diese Nacht ihr Leben lang nicht los wird. Aber stellt euch nur mal vor, die Frau wäre bei dem Überfall vor Schreck einem Herzschlag erlegen? Dann wäre der liebeskranke Idiot auch am Tod seines Herzblattes Schuld gewesen!
Ein gerüttelt Maß an Phantasie ist in Liebesdingen bestimmt ein hilfreiches Instrument, aber dieser Erotomane hat wohl zu viele zu schlechte Filme gesehen.

Besser, als unschuldige Frauen fast zu Tode zu erschrecken, hätte er seiner Verzweiflung auch anders Luft machen können, singend zum Beispiel und wenn sich das nur halb so ulkig angehört hätte wie die schaurig-schöne Intonation von Hank Williams hätte das bestimmt mehr Eindruck gemacht als diese jämmerliche, buchstäblich kriminell schlechte Anmache.

Euch einen sicheren Abend wünscht
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THINK !

Ganz ohne Erinnerungs-SMS von meinem Brüderchen habe ich an unseren Hochzeitstag gedacht, während der MamS ihn mal wieder vergessen hat, was mir aber, unter uns gesagt, gar nichts ausmacht. Trotzdem wird er selbstverständlich noch eine kleine, verbale Breitseite von mir erhalten, damit das nicht einreißt er mich zur Wiedergutmachung zum Spanier ausführt, mit Tapas, Rioja und allem Pipapo. Den Zwanzigsten im nächsten Jahr würde ich ja rasend gern in Rom feiern – da sollte ich wohl schon ein bisschen eher insistieren.

Als Kopfnuss habe ich mir nach langer Zeit einmal wieder ein Bilderrätsel ausgedacht. Was, verehrte Ratefüchse, suche ich mit dieser

zugegebenermaßen luschigen künstlerisch hochwertigen Zeichnung?
Sachdienliche Lösungshinweise bitte ich

ab morgen, 20.00 Uhr

einzureichen. Nur für eines der gezeigten Objekte wären übrigens Kenntnisse der englischen Sprache nicht verkehrt. Ich bin gespannt, was euch dazu einfällt.

Hautnei!
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