Und dann war da noch …

dieser Hochleistungsidiot, der gestern so nahe neben mir geparkt hatte, dass, wäre ich einfach geradewegs zurückgefahren, sowohl meinen als auch seinen Spiegel abrasiert hätte (ich sage bewusst „seinen“ – ich glaube, Frauen parken so nicht).
Wie immer wenn man Hilfe bräuchte, war fast keine Sau in Sicht und die die ich sah, heizten alle selbst zu ihren Autos – kein Wunder, es brunzte (fränkisch!) und windete heftigst.
Mit einer dornig aussehenden Hecke links und vor mir und dieser alten Reisschüssel rechts von mir brachte ich eine beachtliche Ausparkzeit von < 5 Minuten auf mein Lebenszeitkonto, verbunden mit mehrmaligem Aussteigen und Besichtigung der tampontäschchenknappen Entfernung. Zugegeben, zu gerne hätte ich dem Vollhorst eine Beule in den Kotflügel getreten. Apropos Tampon: Falls ihr (also die Damen unter euch) unter bakteriellem Ungleichgewicht in der Vagina leidet (soll ja ab und zu vorkommen, habe ich mir sagen lassen), es gibt den Renner aus den skandinavischen Ländern jetzt auch hier, nämlich probiotische Tampons zur Verbesserung des Raumklimas in südlichen Gefilden. Billiger und genauso hilfreich habe ich gelesen, ist es aber, das Ding vor Gebrauch einfach in Naturjoghurt zu tauchen. Praktisch, gell? Euch einen schmackhaften Tag wünscht moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

11 commenti su “Und dann war da noch …

  1. Emily sagt:

    Bei der Joghurtmethode schlagen Frauenärzte im allgemeinen die Hände über dem Kopf zusammen. Weniger zu empfehlen, weil da auch Bakterien enthalten sind, die sich im Süden zwar auch sehr wohlfühlen, aber eigentlich nicht dort hin gehören. Hat dann einen ähnlichen Effekt wie die Kaninchen in Australien. ;)(Nein, nicht getestet, Joghurt findet bei mir nur Eingang über nördliche Gefilde.)

    Zum Fiesparker: Dem gehört der Seitenspiegel abmontiert. 😉

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  2. Georg sagt:

    Da ist es wieder, was ich hier so sehr liebe: Eine Sprachakrobatik sondergleichen. Natürlich mit dem „rücktrittsmäßig Becksteinigen“ Humor gepaart aber auch mit der pfiffigen Intelligenz deiner Selbst; wow!
    Mogga, du bist die Größte!

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  3. markus sagt:

    das kenn ich. als ich vor kurzem nach dem einkaufen zurück zu meinem auto kam, traute ich meinen augen nicht, hatte ein schwachmat doch tatsächlich sein vehikel so eng an meines abgestellt, dass ein einsteigen auf herkömmliche art schier unmöglich war(muss eingestehen, dass ich nicht mehr der schlankste bin in meinem fortgeschrittenen alter). auch die beifahrertür ließ sich nicht weit genug öffnen, ob einer mauer. ich überlegte kurz zu warten aber entschloss mich dann, durch die heckklappe und über die sitze nach vorne zu klettern. zum glück hat das keiner beobachtet. hoffe ich zumindest…

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  4. moggadodde sagt:

    @ Emily: Da gibt es anscheinend unterschiedliche Ansichten, denn manche Höhlenforscher scheinen diese Methode sogar zu empfehlen. Manchmal wird dem Joghurt sogar noch KNOBLAUCHÖL beigegeben! Unvorstellbar, oder?

    @ Georg: Danke! Aber ich sehe viel besser aus als Beckstein 😉
    Dabei finde ich das Posting selbst gar nicht so ergreifend. Das ist halt das, was morgens kurz nach 6 aus den Fingern flutscht 😀

    @ markus: Das hätte ich gerne gesehen!!! Da hattest du aber eine Engelsgeduld, Respekt! Andere hätten da schon die Polizei gerufen.
    Ich hätte dem Kerl gerne einen Zettel an die Scheibe gemacht, aber das hätte wegen des Regens keinen Sinn gehabt. Jugendfrei wäre der allerdings nicht gewesen!

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  5. Georg sagt:

    Ach Mogga, man kann es in einem Satz nüchtern, technisch sagen oder aber man malt, wie du, ein Bild in Worten. Bei dir ist es humoristische Prosa sozusagen, ein Kleinod in der Wüste der alltäglichen Banalitäten, ein Geschenk der Ausdruckskraft, ein Augenzwinkern angesichts tagtäglicher Tristesse.

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  6. Emily sagt:

    @moggadodde: Knoblauchöl? Nein, das will ich mir wirklich nicht vorstellen. Da würde ich zum Vampir und flüchten.

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  7. babs sagt:

    Für Ein- und Ausparkprobleme ist demnächst mein Töchterlein zuständig, da kann ich nicht mitreden. Aber…
    Ist’s nicht schön, dass dieses tiefergelegte Thema klingt, als rede man über Salatrezepte? Den Joghurt-Tip hab ich zum Beispiel von meinem Frauenarzt. Das Dressing sollte ich verwenden, wenn mal wieder Pilze im Salat sind. Gegen Bakterien wird’s wohl kaum helfen.
    Aber Knoblauchöl???

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  8. moggadodde sagt:

    @ Georg: Ich bin ziemlich gerührt … und stolz. So stolz, dass ich deinen Kommentar in Wordle bearbeitet und ausgedruckt habe. Selten habe ich so ein schönes Kompliment bekommen *schnief*. Danke!

    @ Emily: Ich auch nicht wirklich überhaupt nicht, und dabei mag ich Knoblauch – aber auch nur von oben 😉

    @ babs: Knoblauch wird wohl wegen seiner fungiziden Wirkung ins Spiel gebracht, aber mein Kopf würde da nicht mitspielen, denke ich.
    Großmutters Apotheke ist, denke ich, bei manchen Dingen gar nicht verkehrt. Selbst habe ich da auch gerade ein Experiment am Laufen …

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  9. socki sagt:

    Ich lese hier grade „Joghurt-Dip“

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  10. Mephisto sagt:

    Nee nee, Frauen brauchen auch nicht so zu parken, einige versuchen sich mit dem Rasieren ja sogar im normalen Verkehr (ich spreche vom Straßenverkehr).

    Einspurige Verkehrsführung vor einer Kreuzung in Nürnberg. Ich stand im stockenden Verkehr, links neben mir die Straßenbahnschienen, ein Stück weiter die Haltstelle in der Mitte der Straße. Der Verkehr rollte wieder an, zwei oder drei Wagen hinter mir scherte eine Frau aus, fuhr über die geschlossene Linie, auf den Schienen entlang, hätte mir ihrem rechten Spiegel fast meinen linken abgerissen (ich hätte problemlos an ihre Aussenscheibe klopfen können) und drückte sich hupend vor mir wieder rein.

    Ansonsten ein paar andere Gegenargumente:
    Gegenargument 1
    Gegenargument 2
    Gegenargument 3

    Gut, es gibt auch andere Beispiele:
    Gegen-Gegenargument

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  11. moggadodde sagt:

    @ socki: Und wie isses 😉 ??

    @ Mephisto: Natürlich war das Verhalten der fränkischen Mitbürgerin unter aller Sau eher unfein. Aber Nürnberg kitzelt, wie jede Großstadt zur Rush-Hour, die niederen Instinkte der Autofahrer/innenseele. Vielleicht war sie auf dem Weg zum Scheidungstermin? Oder sie eilte zum Flughafen, um ihren Liebsten aufzuhalten? Oder sie hatte die Wehen? Ist dir beim Autofahren schon einmal die Fruchtblase geplatzt?
    Deine Gegenargumente allerdings taugen nur eingeschränkt zur Abqualifizierung der weiblichen Talente (auch ich meine im Straßenverkehr). Immerhin liegt die Männerquote in Flensburg bei beachtlichen 80 % und die Unfallstatistik im Geschlechtervergleich spricht ohnehin für sich.
    Beispiel eins gehört eingesperrt, das stimmt. Beispiel zwei, also wirklich: Du wirst doch nicht ernsthaft mit einem BILD-Schmarrtikel argumentieren wollen! Beispiel drei ist Italienerin. Dass sie offenbar nicht einparken kann, ist nur die gerechte Strafe für ihr sicherlich unverschämt gutes Aussehen.
    Das Gegen-Gegenbeispiel gefällt mir aber!
    Außerdem: Dass überwiegend Filmdokumente weiblichen Unvermögens existieren liegt meiner Meinung nach nur daran, dass Frauen in der Regel (und auch außerhalb) Besseres zu tun haben, als mit dem Männerspielzeug der Videokamera über der Balkonbrüstung zu hängen 😀

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