Rückenwind

Meine sentimentale Phase von gestern hat sich heute früh um 4 in Luft aufgelöst, nachdem ich von einem gefolterten Chinesen geträumt hatte. Ab dann war die Nacht eigentlich gelaufen und ich konnte schnell noch Glattauer und „Alle Sieben Wellen“ fertig lesen. Empfehlenswert, wirklich, die Fortsetzung der Geschichte um Emmi und Leo und ein Muss für diejenigen, die schon „Gut gegen Nordwind“ genießen durften. Waren die Leiden des armen Chinese also doch zu was gut.

Zugegeben, das waren jetzt nur ein paar wenige Tage hier am Meer, aber die Tatsache, dass ich diese völlig zu meiner Verfügung hatte, mich um nichts und niemand anders kümmern musste als um mich selbst, war erfrischend wie die steife Brise der Nordsee. Dabei habe ich festgestellt, dass ich selbst eigentlich ziemlich pflegeleicht bin. Ich hatte mit mir selbst jedenfalls keinerlei Probleme.
Der Heimatfunk hat weich geartete Verdauungsschwierigkeiten beim Karnickel gemeldet und ich bin sicher, wenigstens Lola hat mich ordentlich vermisst. Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, an dem ich anfange, die Kinder zu vermissen, obwohl ich weiß, dass dies nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Dixie wird stöhnen, dass sie nun wieder in ihr Ordnungs- und Pünktlichkeitskorsett gepresst wird und Hank wird die gute Oma-Küche vermissen, die ihm alles, was er sich in seinen wildesten Ernährungsträumen vorgestellt hat, ohne Schimpfen und Gesundheitsvortrag auf den Tisch gebracht hat. Sowas gibt es bei Muttern natürlich nicht.
Tja, Kinners, ab morgen weht wieder ein anderer Wind …

Euch einen windstillen Tag wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

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