Chick sans Speed

Zwei Wochen ohne den hauseigenen Putzteufel Reinigungsregenten haben unübersehbare Spuren hinterlassen, nicht zuletzt, weil die derzeitige Haushaltsvorständin eine stinkfaule Trine diesbezüglich zuletzt etwas unlustig war. Überraschenderweise wuchs sich ihre heute früh zaghaft aufkeimende Sehnsucht nach Sauberkeit im Lauf des Tages zu einem lupenreinen Putzkoller aus. Viele Stunden, zwei Fingernägel sowie einen kleineren, aber deutlich spürbaren Stromschlag später (Merke: Das Tuch zum Abstauben der Multimedia-Abteilung sollte nicht zu feucht sein), betrachtete sie ihr Werk und sah, dass es wohlgetan war.

Allerdings vermute ich hinter meinem heute ziemlich beeindruckenden Tagespensum (Staub, Fenster, Betten, Nasszellen, Terrasse, Hasenstall, Entsorgung zahlreicher erfrorener Gammelpflanzen plus Aussaugen eines Fahrzeugs danach) eher ein dem bekannten „Runner’s High“ vergleichbares „Hunger’s High“.
Die Zufuhr minimalmöglicher Kalorien treibt mich nämlich derzeit an wie einen frisierten V8-Motor auf rasender Bergabfahrt. Unverdünntes Endorphin scheint meine Venen zu fluten und und ich hoffe sehr, dass mir nicht bald der Sprit ausgeht, denn es herrscht noch reichlich Handlungsbedarf, und zwar an beiden Fronten und wenn der MamS hier in weiteren zwei Wochen wieder aufschlägt, wird er sich wundern, dass

a. die hiesigen Hallen auch ohne ihn richtig sauber sein können (was er gerne mal bestreitet) und ich
b. ein hübsches Stückchen weniger geworden bin.

Für morgen steht nach der Arbeit die Entkalkung eines nervtötend spritzenden Wasserhahns sowie die Begehbarmachung von Hanks Bombentrichter auf dem Plan. Wenn ich daran denke, sollte ich vielleicht doch noch ein paar Pillen rauskramen …

Euch eine rauschende Nacht wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

6 commenti su “Chick sans Speed

  1. Lily sagt:

    Wenn du willst, kannst du gerne bei mir vorbeikommen und hier weitermachen 😉 hab auch nur ne Zwei-Zimmer-Wohnung 😉

    [Antwort]

    moggadodde antwortet am März 5th, 2009 um 06:07:

    Ich muss doch hier reinlichkeitstechnisch noch zwei Wochen durchhalten … möglich allerdings auch, dass meine Euphorie nur mit Sonne funktioniert. Jetzt gerade bin ich nämlich ziemlich lasch unterwegs 😉

    [Antwort]

  2. hühnerschreck sagt:

    bei mir hilft bei solchen gelegenheiten meistens a) laute lieblingsmusik, b) grobes, dunkles körnerfutter (leinsamen, roggenflocken usw.) mit viel trockenobst (nur keine trockenbananen) im müsli – hält stundenlang vor, c) viel bewegung draußen, damit ich keine stimmungstiefs kriege und vor allem D) LITERWEISE getränke mit wenig oder keinem zucker und nicht zu kalt.
    damit krieg ich sogar meine hungerflashs hier im büro gedämpft, wenn schwiemu neben mir mir mal wieder was vormampft mit sachen, die sehr, sehr lecker riechen (frisch geräucherte knackwurst, frisches mett, frische brötchen usw.) und ich noch n weilchen auf mein eigenes mittag oder abendbrot warten muss.
    ich drück ganz fest die daumen!!!

    viele liebe grüße ausm wilden osten!

    [Antwort]

    moggadodde antwortet am März 7th, 2009 um 17:44:

    Müsli! Naja, das mag ich eigentlich nicht so gerne … Haferflocken mit warmer Milch, Butter und ein bisschen Zimt: That rulez!
    Jetzt, da das Wetter schon wieder bescheiden geworden ist, hat mich jegliche Energie verlassen und für viel Bewegung draußen bräuchte ich ein Meer und nicht unsere doofen Weinberge.
    Dein Daumendrücken brauch‘ ich dringend. Hab‘ schon wieder einen Hänger!

    [Antwort]

  3. warmes haferflockenmüsli ist prima in ordnung – mach nur ganz wenig butter ran (so n flöckchen) und versuch dich im zuckersparen.
    (ich hab aus exakt demselben grund auf süßstoff umgestellt. zwar lagen mir anschließend alle in den ohren, von wegen gesundheitsschädlich (stimmt nur bei aspartam, was in meinem zeugs nicht drin ist) und „wird in der schweinemast eingesetzt“ – aber wenn ich die für meinen süßewunsch nötigen zucker(un)mengen essen würde, brauchte ich keine schweinemast mehr, ich würd direkt so aussehen wie moby dick.
    bei mir selber hab ich festgestellt, dass ich erst mal ne weile tritte in den hintern brauchte, um den inneren schweinehund zu überwinden. mittlerweile hab ich von alleine ein bewegungsbedürfnis. auch be mistwetter.
    verrückterweise macht mir das laufengehen alleine und bei dreckswetter den meisten spaß, weil a) keine hunde und radfahrer unterwegs sind und b) ich mein tempo machen kann, ohne mich oder wen anders zu über- oder unterlasten 🙂
    ich drück die daumen!
    ach, und für andere mampf-hilfs-tipps kannst du gern mailen – ich hab da noch n sackvoll auf lager, der bei mir gut funktioniert hat.

    alles gute!! und viiiiiiiiiiiiel erfolg!

    viele grüße von frau hühnerschreck.

    [Antwort]

    moggadodde antwortet am März 9th, 2009 um 20:11:

    Bewegungsbedürfnis hatte ich noch sehr selten bisher!
    Das mit dem Süßstoff … naja, auch nicht so mein Ding, aber nicht wegen dem Krebsverdacht, sondern wegen dem Geschmack. Kaffee geht nur mit Zucker, alles andere schmeckt ähhh, nicht gut …
    Danke für dein Unterstützungsangebot! Momentan komme ich ganz gut klar (auch wenn ich vorhin an den Gelee-Bananen nicht vorbeigekommen bin) … 😉

    [Antwort]

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