Formsache

Wie ich kürzlich bereits erschöpfend ausführte, schleppen sich die Tage seit November in einer Art Murmeltierfilm-Schleife dahin: Mit nur sehr wenigen Ausnahmen wiederholt sich Grau mit Grau, Niesel- wechselt sich ab mit Schneeregen und die Temperatur variiert in einem Bereich, der auch nach oben hin noch allzu weit jenseits meiner Wohlfühlwärme liegt. Wem in diesem „Winter“ nicht der Mentalgaul durchgeht, verfügt entweder über ein beneidenswert gutes Nervenkostüm oder aber, wie ich, über einen ausgeprägten Appetit.

Es ist nicht zu übersehen: Die vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen, in erster Linie an derselben Schlanken. Schokoladenorgien. Nudelgelage. Süßkramfressattacken. Rotweintröster. Nutellaexzesse. Frustsnacks. Und wieder Schokolade.

Als Bodybuilder würde ich sagen, ich habe „Gewicht gemacht“. Als Sportmuffel sage ich, ich habe mir ein Pölsterchen eine Wampe angefressen. Da kam die Ankündigung des Wortmischers gerade recht. Vollmundig, wenn man den Begriff in diesem Zusammenhang gebrauchen darf, habe ich mich eingeklinkt in Herrn Wortmischers Abnehmankündigung und weil ich mit very low carb in der Vergangenheit recht gute Erfolge hatte, ist das auch diesmal meine Kilosophie.

Auf Nudeln zu verzichten, auf Reis, Kartoffeln und Brot, das macht mir nicht viel aus. Dafür gönne ich mir tagsüber trotzdem das eine oder andere Schmankerl,

Essen

wenn auch ab 16.00 Uhr die Küche für mich nicht nur kalt sondern auch geschlossen ist. Nur noch kamelöse Wasserportionen und das eine oder andere Glas Sekt und Rotwein sind danach erlaubt. Ich möchte ja schließlich abnehmen und nicht durchdrehen!

Auch der MamS, nach einer Grippe zuletzt etwas weniger geworden, hat Lunte gerochen und macht mit versucht sein Bestes. Einen meiner Tricks habe ich mir übrigens bei Karl „Röntgenbild“ Lagerfeld abgeschaut: Ich verbringe den Abend nicht mehr in dehnungsaktiver Wohlfühlbüx sondern in kneifenden Hosen, ein spürbares Menetekel für etwaig aufkommende, schwache Momente.
Es ist viel zu tun. Specken wir ab!

Einen leichten Abend wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

4 commenti su “Formsache

  1. Wortmischer sagt:

    Ich hoffe, Sie haben gerade ein Glas Sekt zur Hand? Ich proste Ihnen hier nämlich gerade mit meinem 5l-Wassereimer zu 🙂

    Auf 1 gutes Gelingen!

    [Antwort]

    moggadodde antwortet am Februar 20th, 2013 um 23:29:

    Momentan ausgerechnet nicht, was allerdings ein Jammer ist. Jedoch genoss ich eben zwei Kellerbierchen, die, auf quasi Nüchternmagen gerechnet, ihre Wirkung nicht verfehlen. Das wird, Herr Wortmischer, das wird!

    [Antwort]

  2. Georg sagt:

    Ich stelle mir dabei immer die Selbstkasteiung im Mittelalter vor, wie sie ihre Haut und Knochen traktieren, ist es nicht dasselbe, was mit der Seele gemacht wird?

    Ok, temporär kann ich es verstehen, aber danach darf dann ja nichts mehr so sein wie vorher. Somit bist du dabei, dein gesamtes Ernährungs-Leben umzustellen? Für immer? Das wäre mir ein Graus, dafür gäbe ich 10 Lebensjahre her: lieber mit Genuss mit 70 sterben als kasteiend und verzichtend mit 80 die Löffel abzugeben.

    Ach ja, was das ästhetische Empfinden meiner Selbst und anderer betrifft: Darüber bin ich hinaus 😉

    [Antwort]

    moggadodde antwortet am Februar 27th, 2013 um 18:31:

    Für immer? Verzicht auf ein paar Nudeln, die leckeren Annabelle-Kartoffeln oder ein Butterbrot mit knackiger Kruste? Nein! Primär geht es mir darum, die über den Winter angefutterten Pfunde losuzuwerden, die die Hosen kneifen und das Treppensteigen oder einen Sprint, sollte er denn nötig sein, merklich schwerer machen. Natürlich, um es „richtig“ zu machen, sollte die Umstellung lebenslang sein, glaubt man den Experten. Aber ich bin nicht so kurz hier, um auf für die Lebensqualität so etwas elementar Wichtiges wie (für mich) leckeres Essen zu verzichten! Nie!
    Allerdings will ich auch nicht in Übergrößenklamotten gewandet jeden Spiegel verhängen müssen, an dem ich vorbei komme.
    Das alles muss sich nur in Balance mit dem Wohlfühlfaktor befinden, denn ich will mir schon auch noch ein bisschen gefallen, zumal der Zug zur Misswahl ohnehin hier keine Station hat 😉

    [Antwort]

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