Auf die Rübe!

Heute machte ich große Augen, als mir die Nachbarin dieses Prachtstück aus ihrem Garten überließ!

Rübe roh

Rübe, ro(h)t

Zugeben, dass ich derlei bisher nur aus dem Glas und in bereits filetiertem Zustand kannte, wollte ich natürlich nicht. Aber zu den Segnungen des Wehwehweh gehört ja auch, dass man alles herausfinden kann, auch, wie man eine kindskopfgroße Rote Beete (Rübe/Bete) so bearbeitet, dass ein leckere Mahlzeit daraus wird.

Dass die Schale vor dem Kochen nicht verletzt werden darf, hatte ich auch gelesen, deshalb kochte ich die Rübe im Ganzen nach einer Katzenwäsche im größten, auffindbaren Topf fast 90 Minuten lang. Währenddessen durchzog ein ungewohnter, ursprünglicher Geruch die hiesigen Hallen, ein bisschen roch es wie in Omas Bauernstube. Danach ließ sich die Kugel ganz einfach von einer hauchfeinen Haut befreien und (mit Handschuhen!) in sehr dünne Scheiben schneiden. Die tiefrote Farbe! Der erdige Geruch! Herrlich, und gar nicht vergleichbar mit den konservierten oder in Folie gepressten Geschwistern!

Ein paar Champignons tat ich in Scheiben auf ein Rucolabett, ein Dressing aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und Balsamico und ein Topping aus gerösteten Pinienkernen und gehobeltem Parmesan gab’s obenauf.

Rübenhimmel

Rübenhimmel

Das Ergebnis war so fantastisch, dass ich Schnitzel und Kartoffelsalat gerne links liegen ließ und mich an diesem Abend fast ausschließlich an diesem Rote Rüben-Carpaccio labte. So viel Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure, wie ich dank dieses Gemüsebömbchens nun in mir habe, darf ich dem morgigen Nutellafrühstück aber ganz entspannt entgegen sehen!

Eine schmackhafte Nacht wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

2 commenti su “Auf die Rübe!

  1. Ralf sagt:

    Das ist eine Sache, die ich auch erst vor ein paar Jahren gelernt habe: Rote Bete aus dem Glas ist etwas ganz anderes als frische Rote Bete. Da liegen Welten dazwischen. Ach was … Galaxien!
    Die Rübe hatte ich in diesen Jahr auch mal in und an den Fingern : http://kochdepp.de/2014/01/19/rehragout-mit-ofenkartoffeln-und-roter-bete/

    [Antwort]

    moggadodde antwortet am August 24th, 2014 um 20:13:

    Im Ofen, ja, davon hab ich auch gelesen! Aber in Wasser ging das auch sehr gut. Wild habe ich tatsächlich auch noch nie selbst gemacht. Zeit, das zu ändern 😀

    [Antwort]

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