Neulich, unterwegs

Als erstes, deutsches Bundesland hat Bayern den Hundeführerschein eingeführt. Um das als unausweichlich betrachtete Platzen der Abwrackblase aufzufangen, hat sich die Freistaatsregierung nach zähen Verhandlungen zu diesem Schritt durchgebissen, um auch den Vierbeinern, allgemein immerhin als bester Freund des Menschen betrachtet, die revierübergreifende Mobilität zu ermöglichen.

Hasso fährt!

Beliebte Marken werden wohl Lecksus und Hundai sein und die Hersteller sollen sich Gerüchte zufolge schon auf die erwartete Nachfrage nach der Ausführungsvariante „Doggy Style“ rüsten. Wenigstens können die Kläffer keinen Stinkefinger.

Euch einen wahnwitzigen Tag wünscht
moggadodde

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Magengeschwürvermeidungs-Taktik

Nix gemacht und der Tag geht auch vorbei … So habe ich mich erfolgreich abgelenkt vom derzeit einmal mehr allgegenwärtigen Pubertär-Problemfall Dixie.
Das heißt, nix gemacht ist nicht ganz richtig. Bei BookRix habe ich mich heute zu meiner eigenen Selbstwertbestätigung just for my own, shitty fun eingeschrieben.

Die alte Salz-oder-Leben-Story macht sich als Buch richtig gut, finde ich.

Euch einen druckreifen Tag wünscht
moggadodde

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Amazonentod – 1 –

„Du spinnst doch“, empfing mich der MamS freundlich, als ich heute früh um halb 4 ins Bett gekrabbelt kam. Aber ich konnte nicht ruhen, ich musste doch die Amazone endlich fertig machen! Lang genug hat mich die durchgeknallte Kuh verfolgt!
In Abschnitten gibt es hier in den folgenden Wochen also den „Amazonentod“ zu lesen. Dafür habe ich auch eine eigene Kategorie angelegt, damit das lästige Blättern in den Beiträgen erspart wird und auch „in einem Rutsch“ durchgelesen werden kann.

Amazonentod

Dieses hirnrissige Kamel Tarek hatte mir das eingebrockt! Fast mehr als einer halben Stunde saß ich hier in dieser Spelunke in der Innenstadt und hörte mir Lebensgeschichten im Zeitraffer an! „Du musst mal wieder unter Leute, Vera!“ hatte mein allerbester Freund und Nachbar geflötet, wobei ich in seinen Augen las, dass er „unter Männer“ meinte. „Ich hab’ da was arrangiert“ hatte er stolz gesagt und mir mit der Anmeldung für dieses bescheuerte Speed-Dating vor der Nase herumgewedelt. Wenn Tarek was arrangiert, ist Vorsicht geboten. Die letzte in einer langen Reihe von Verabredungen, die er mit einer muskulösen Sportskanone in einem Kletterwald arrangiert hatte, beendete ich mit einer geprellten Rippe und einem abgebrochenen Schneidezahn. Er weiß doch, wie unsportlich ich bin!
„Da sind sicher jede Menge tolle Typen. Und du brauchst unbedingt wieder einen Kerl, unausstehlich wie du bist!“ hatte er schroff gemeint. Einige Ouzos später hatte er mich weichgeklopft und ich hatte meine Einwilligung gelallt. Ich hasse Ouzo.

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Salz oder Leben! – Drei –

3.

Mr. Taorang greift sich die kleinen Beutel, stopft sie in die große Tüte und geht ohne ein weiteres Wort damit aus dem kleinen Kabuff. Ich habe elendiges Schädelweh und nehme einen Schluck aus dem Plastikbecher, den mir einer der Wächter gerade auf den Tisch gestellt hat. Das Zeug schmeckt gechlort und ist brühwarm und ich würde alles geben wenn irgendwer mit einer leckeren, kühlen Sprite auftauchen würde. Wenn mir hier niemand glaubt, bin ich ganz schön aufgeschmissen, schätze ich und versuche schon mal, mich an ein paar Tricks aus meiner Kampfsportzeit zu erinnern, die ich im Knast sicher werde anwenden müssen. „Ach was“, ich tippe mir in Gedanken selbst an die Stirn: Nachher sitze ich mit einem Cocktail am Pool, lasse mir einige Schüßler-Pastillen auf der Zunge zergehen und lache mich kringelig über diese Episode.

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Salz oder Leben! – Zwei –

2.

Sofort bin ich von drei ebenfalls in Uniform gewandete Zöllnerkollegen des winzigen Asiaten umringt. Während dieser mein Gepäck achtlos wieder in den Koffer quetscht, greifen mich zwei von den Typen an den Armen und halten mich fest wie eine taubstumme Blinde, die im Begriff ist, eine viel befahrene Hauptstraße zu überqueren.
Durch eine Menge glotzender Gaffer bringen sie mich in ein fensterloses Kabuff und drücken auf meine Schultern, was wohl bedeuten soll, dass ich mich auf den vor mir stehenden Klappstuhl drapieren soll. Einer der Wächter verlangt meinen Ausweis, macht sich krakelige Notizen und reicht ihn mir wortlos zurück. Jetzt kommt auch der grimmige Bonsai mit meinem Koffer in der einen und der Plastiktüte in der anderen Hand in den Raum und setzt sich hinter einen abgeschrammelten Resopaltisch, auf dem sich ein Stapel welliges Papier nebst Kugelschreiber und ein altertümliches Telefon mit Wählscheibe befindet. Allzuviel scheinen die hier am Airport nicht zu tun zu haben und die Wächter lassen mich mit dem Bonsai-Zöllner jetzt allein.

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