Geld stinkt nicht

Gut gelaunt und mit Geldscheinen wedelnd kam Dixie vorhin von der Stadt. „Ihr glaubt nicht, was mir heute passiert ist!“ erklärte sie und erzählte von einer seltsamen Begegnung am Nachmittag.
Vom Busbahnhof aus ging sie in den nahen Ringpark, wo sie verabredet war. Dort setzte sie sich auf eine Bank und wartete, als ihr ein heruntergekommener Mittdreißiger auffiel, der sie offenbar beobachtete und der sich nach einigen Minuten schließlich zu ihr setzte. Er erklärte ihr, dass ihm ihre Ballerinas gefallen würden und ob er denn ihre Füße fotografieren dürfte. Dixie fühlte sich jetzt leicht unwohl, aber als er im nächsten Satz sagte, dass er ihre Feinstrümpfe für 30,00 kaufen wollte, leuchteten bei meiner ewig klammen Tochter statt der Warnlampen die Euro-Zeichen und sie war sofort einverstanden, bestand aber auf Vorkasse.
Der Typ machte zwei Handy-Fotos von ihren beschuhten Füßen, erkundigte sich nach der Tragdauer und machte sich dann mit den Kniestrümpfen davon.
Natürlich war ich im ersten Moment entsetzt. Ich meine, wie krank ist das denn, wenn man sich an getragenen Strümpfen, die vorher auch noch in olfaktorisch bedenklich einzustufenden Synthetikballerinas steckten, aufgeilen kann? Und der Gedanke, dass Dixies Füsse nun als Stimulationsvorlage für gewisse Handlungen an der Reproduktionseinheit des Fotografen dienen, gefällt mir eigentlich ganz und gar nicht.
Auf meine Vorhaltungen warf sie ein, dass es noch heller Tag war und auch viele Leute da gewesen wären. Trotzdem ermahnte ich sie dringend, sich künftig nicht mehr allein in den Ringpark zu setzen, bin aber nicht sicher, ob sie sich daran hält, denn dieses mal ist sie ja so ganz schnell an Kohle gekommen, ohne dass etwas passiert ist.
Und wenn sie wieder mit überschüssigem Geld heimkommt und erzählt, das habe sie auf der Bank bekommen, werde ich erstmal nachfragen müssen, ob sie die Volksbank oder die Parkbank meint.

Euch einen aromatischen Abend wünscht
moggadodde

Schluss mit Lustig

Nicht nur für dieses kleine Biest

scheint der Sommer endgültig vorbei zu sein. Selbst für September indiskutable Temperaturen machen uns den Abschied von Urlaub und Müßiggang etwas leichter. Nicht nur, dass ich muss morgen wieder in die Katakomben einrücken muss: Hank hat auch seinen ersten Tag auf einer neuen Schule und ich möchte nicht mit ihm tauschen.

Immerhin hatte ich heute das erhabene Erlebnis, dass ein durchaus ansehnliches Mannsbild vor mir auf die Knie gesunken ist, was ja, unter uns gesagt, ohnehin viel zu selten passiert.
Gut, man könnte sagen, das gehört zu seinem Beruf. Man könnte sogar behaupten, ich habe ihn dafür bezahlt.
Aber was soll ich machen? Mein Hausarzt ist nunmal der einzige, der mir einen Profi-Tapeverband an die lädierten Knöchel pappt!

Euch einen standhaften Abend wünscht
moggadodde

Shangri-La

Zum ersten mal seit 6 Wochen habe ich den Großteil eines Tages ganz für mich. Dixie ist auf dem Weg nach Bochum, um Leuten auf Rollschuhen zuzuschauen, die sich seit Jahren einbilden, Eisenbahnwaggons zu sein und Hanks Fußballrunde hat wieder begonnen – er ist mit seinem Papi seit dem Morgen auf dem Sportplatz zum ersten Turnier der Saison.
Was für eine Ruhe! Nur die 12-Uhr-Glocken begleiten mich beim Schlürfen des ersten Kaffees! Hier ist es ziemlich unaufgeräumt und man merkt gleich, dass der MamS heute noch nicht tätig war, aber es ist gemütlich-durcheinander.
Ich habe seit vielen Stunden kein Wort mehr gesprochen und es ist sagenhaft schön, nicht dauernd irgendetwas gefragt, von jemandem bequatscht oder beaufschlagt zu werden, sondern einfach mit der dampfenden Tasse in der Hand hier zu sitzen und durch die Fenster dem kühlen Herbstwind zuzusehen, der wütend die Blätter ums Haus bläst.
Falls jemand das Paradies sucht: Noch für die nächsten paar Stunden ist es hier!

Euch einen himmlischen Tag wünscht
moggadodde

Im Krebsgang zum König

Knöcheltechnisch ist bei mir noch lange nicht alles wieder im grünen Bereich. Weil ich für alle Wege nur ein eher schnecköses Tempo zustande bringe, dauert alles viel länger als sonst. Außerdem hat der MamS immer noch Urlaub und fordert mich zusätzlich will auch was von mir haben, deshalb kriege ich zur Zeit keinen halbwegs ordentlichen Eintrag gebacken.

Später versuche ich jedenfalls erstmals seit eineinhalb Wochen mich selbst hinters Steuer zu klemmen und unfallfrei in die Stadt zu kommen. Auch wenn ich das Fußvolk lahmt – eine Audienz beim König gibt’s schließlich nicht alle Tage.

Euch einen spritzigen Abend wünscht
moggadodde

Tapetenwechsel

Da hat mich dieses Firefox-Aufforderungsdingsbums so lange angeblinkt, bis ich mich erweichen und Version 3.0 hier einziehen ließ. Nun arbeitet leider mein heiß geliebtes „glowygreen“-Design nur noch mit den älteren Versionen und weil es mit Themes bei mir wie mit Klamotten ist (Aussuchen dauert Stunden, und das was ich suche, gibt es sowieso meistens nicht) habe ich mich eher halbherzig für „Curacao“ entschieden, aber eigentlich gefällt mir das auch nicht richtig.

Dafür habe ich aber bei Herrn Günnersen endlich einen Uhren-Bildschirmschoner gefunden, der total stylish ist, ja, ich finde ihn sogar so schön, dass ich die Wartezeit auf fast minimale 2 Minuten festgelegt habe!

Außerdem besuchen wir jetzt ein Schuhmuseum. Eigentlich fahren wir nach Herzogenaurach, um bei Herrn Dassler vorbeizuschauen und ihm ein bisschen was abzukaufen (Hank braucht neue Fußballschuhe), aber um unserem Ausflug einen kulturell hochwertigeren Touch zu geben, schauen wir auch mal in dem Schuhmuseum vorbei, das es dort irgendwo geben soll. Hört sich nicht besonders spannend an, oder?

Euch einen aufregenden Tag wünscht
moggadodde