Südländische Teppichverkäufer, die mit ihrer penetranten Art des Verkaufsgesprächs besser auf einen Bazar in Fethiye passen als in ein mittelständisches Bodenbelägegeschäft im unterfränkischen Raum, bekommen von mir keinen Stich keinen Teppich abgekauft, auch wenn sie Augen wie zwei tiefdunkle Kohlestückchen in olivfarbenen Gesicht haben, in die ich am liebsten versinken würde.
Wer den Namen des Kunden verhohnepiepelt, sich dabei schrecklich über sich selbst amüsiert und darüber hinaus mit seiner klebrig-schleimigen Tour maßlos übertreibt, kann damit vielleicht noch dauergewellte, blauhaarige, verschwitzte und bis zur Halskrause mit Schwarztee abgefüllte Mittsiebzigerinnen beeindrucken, bei mir ruft so ein Marketüklü-Monster sofort einen nicht zu unterdrückenden Würgereiz hervor.
Als der aufdringliche übermotivierte Verkäufer den Teppich aber dann noch wegen seiner hochflorigen Verarbeitung als Ausweichbettstatt anpries, falls es zu Dissonanzen im ehelichen Lager käme, hatte ich endgültig genug von dem halbseidenen Gequatsche und verließ fluchtartig das Geschäft. Was hiesige Absatzstrategien angeht, hat dieser Herr noch einiges aufzuholen!
Euch einen angenehmen Abend wünscht
moggadodde