BBQ

Perfekt! Das Wetter hat sich einigermaßen eingependelt und einem erfolgreichen und feuchtfröhlichen Verlauf der heute anstehenden Grillfeier steht nichts mehr im Wege.

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Die Vermieter laden zum 10jährigen Bestand des Hauses und sorgen für Grillage und Sauferei das leibliche Wohl. Ich erinnere mich noch an die letzte, gesponsorte Fete zum 5jährigen: Einige, allerdings reichlich eklige, alkoholbedingte Ausfälle, Tische, auf denen getanzt wurde und als die Vermieter gegen halb 6 in der früh heimwärts schaukelten, entschieden wir, dass es besser wäre, überhaupt nicht ins Bett und statt dessen gleich zum Frühstück überzugehen.
Ich glaube allerdings nicht, dass es dieses mal genauso passieren wird. Die besten Nachbarn sind weg gezogen und mit den Nachfolgern, speziell mit einem besserwisserischen Reisebusfahrer aus dem Ruhrpott, werde ich nicht richtig warm. Auf Tischen tanze ich eigentlich nur, wenn das Surrounding passt. Schließlich mache ich mich nicht vor jedem zum Affen …

Euch einen sonnigen Tag wünscht
moggadodde

Der mit der Stange tanzt

Feststellung Nr. 1 des heutigen Tages:
Auch wenn ich heute seit kurz nach 5.00 Uhr auf den Beinen bin – und damit meine ich wirklich aufrecht stehend und gehend, mit Ausnahme von 30 Minuten Mittagspause und Fahrzeiten von 1 Stunde: Wirklich erstaunlich, was ein Paar (noch) gesunder Beine aushalten kann. In keinen Schuh käme ich zwar mehr, aber immerhin sind die angeschwollenen Anhängsel mit ein wenig Phantasie noch als Füße erkennbar.

Feststellung Nr. 2 des heutigen Tages:
Um eine perfekt geweißte Decke zu erhalten, ist es zweckdienlich, einen Fachmann zurate zu ziehen. Dieser verfügt nämlich über den perfekten, watschelnden Hüftschwung, ohne den eine renovierungsbedürftige Zimmerdecke nur schwer hinzubekommen sein dürfte. Der MamS, etwas hüftsteif und vollkommen verkrampft, übergab den Teleskopstiel am Abend an den von mir so getauften „King of Coating“, der mit unnachahmlicher Leichtigkeit die richtige Haltung demonstrierte und die Decke in fleckenfreiem Reinweiß zurückließ.

Der erste Teil ist geschafft. Und. Ich. Auch.

Euch eine schwungvolle Nacht wünscht
moggadodde

Mr. Perfect muss passen

Der MamS ist richtig gewieft, wenn es um das Herausfinden der preiswertesten Krankenversicherung geht, er ist Könner was das Jugendhilfe- und Kostenerstattungsrecht angeht, er ist Spezialist was die „häusliche Pflege“ angeht, wo kein Staubkorn und keine Schliere den Hauch einer Chance haben und immer über die aktuelle Höhe des DAX informiert. Aber auch ein Perfektionist hat eine Achillesferse und das ist bei ihm die Verrichtung von Arbeiten handwerklicher Natur im allgemeinen und den Anstrich von Zimmerdecken im speziellen. Er hat schon viel probiert, feste Farbe, Latexfarbe, matt, glänzend, Dispersionsfarbe, alles was der Baumarkt hergibt, befindet sich auf unseren Zimmerdecken und zwar durchaus nicht in befriedigender Optik. Auch heute, unter Einsatz eines Urlaubstages, versuchte er sich, angefüllt mit Optimismus bis an die Oberkante der Unterlippe, an der Wohnzimmerdecke. Schon mittendrin war klar: Das wird nichts. Fleckig der Anstrich, jede gezogene Bahn mit der alten Teleskoprolle deutlich sichtbar. Der entsetzte MamS war erst dem Tobsuchtsanfall, dann den Tränen nahe und eine glückliche Fügung zwang ihn zur Wahrnehmung eines aushäusigen Termins. So konnte er sein erhitztes Gemüt beruhigen und ich versuchte inzwischen, die schlimmsten, sichtbaren Übergänge mittels Kreuzanstrich zu beseitigen, was nur bedingt gelang. Jetzt sah die Decke nämlich aus wie ein Schachbrett. Ich kann aber nicht Schach spielen und der MamS auch nicht und außerdem ist das an der Decke reichlich unpraktisch. Das Sozialnetzwerk „Sportverein“ half mal wieder weiter: Ich sendete ein „SOS“ an einen ansässigen bekannten Maler, der sich das Dilemma auch gleich anschaute und befand, dass die Farbe (gebrauchsfertig!) zu dick sei und der Untergrund die Farbe zu schnell aufsauge, weshalb er das Untermischen eines „Tiefgrundes“ empfahl, der das schnelle Trocknen verzögere und dann ein besseres Ergebnis zu erwarten stünde.
Morgen, nach Feierabend, also nochmal derselbe Mist: Ausräumen des verbliebenen Inventars, Auslegen der Fliesen mit Folie oder Karton, Farbspritzer in jeder Pore zuzügl. Haare, Augen und Füße, Sauerei ohne Ende und Nachtschicht, weil ja alles perfekt sein soll.
Ich wusste, dass das Projekt „Ein schicker living room und wie ich ihn bewohnbar mache“ zu einem Fiasko ausartet. Und noch ist nicht eine einzige Bahn tapeziert …
Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich Renovierungsarbeiten verabscheue? Auf dem Heimweg muss ich morgen auf alle Fälle noch beim Getränkemarkt vorbei. Ich glaube nämlich nicht, dass der Weinvorrat für die morgige Aktion ausreichend ist …

Euch einen gestrichen vollen Abend wünscht
moggadodde

Die gelbe Gefahr

Heimtückisch und auf gemeinste Weise wurde ich eben an der Kasse des Supermarktes Opfer eines erpresserischen Überfalls. Ahnungslos, die Mutter eines quengelnden Kindes vor mir bedauernd, höre ich ein leises Knistern. Als ich nach rechts gucke, erkenne ich die so vertraute Gefahr sofort: Gelee-Bananen! Dunkelbraun und in güldener Verpackung! „Nimm uns sofort aus dem Regal!“ befehlen sie, „und wage es ja nicht, dich umzudrehen oder die kalorienarmen Reiswaffeln zu nehmen. Meine gelben Brüder und ich werden dich sofort mit einem Bannspruch belegen, von dem du noch einen dickeren Hintern kriegst als du eh schon hast, auch wenn du hinkünftig nur noch Rohkost mampfst!“. Diese Dreckskerle! Die wissen genau, wie sie mich einschüchtern können, hinterlistiges Pack! Völlig verängstigt greife ich mir die 125 250 g-Packung und reiche sie zitternd der Kassiererin. Sie lächelt und sagt: „Sie wissen, was gut ist …!“ Wahrscheinlich hat sie auch schon Bekanntschaft mit den gegelten Erpressern gemacht, sie sitzt denen ja den ganzen Tag vis-a-vis!
Um der Gefahr zu begegnen, dass die Typen nicht doch noch ihren Bannspruch ausspucken, obwohl ich ihre Forderung erfüllt und sie bezahlt in der Einkaufstasche habe, esse ich sie auf. Ohne große Anstrengung. Alle auf einmal. Sicher ist sicher. Sicher ist auch, dass ich deswegen die benötigte Kalorienzahl schon am Mittag erreicht überschritten habe und heute nicht einmal mehr ein Fitzelchen rohes Grünzeug futtern darf. Den goldenen Lohn trage ich künftig zwar wie eine ungeliebte Trophäe auf meinen Hüften, aber dafür trage ich aber auch den uneingeschränkten Sieg über das Böse davon. Natürlich ist das Quark, ich weiß. Aber irgendeine Legitimation muss ich mir für meine ungebremste und gierige Zügellosigkeit doch einreden, oder?

Euch einen ungefährlichen Tag wünscht
moggadodde

Der MamS kratzt ab …

… und Hank hilft ihm kräftig dabei. Das ist auch der Grund, warum ich im Moment nicht zum Berichten komme. Es ist nämlich ein aufwändiges Geschäft, die alten Tapeten von der Wand zu popeln. Ich bin für die Logistik, Reinigung und Verpflegung des Personals zuständig und wegen der Aussicht, dass jetzt auch noch der Salon unbewohnbar ist, etwas konsterniert.
Aus alt

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mach neu

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aber bis dahin ist es noch ein Haufen Arbeit.
Ich helfe dem MamS jetzt mal ein bisschen beim Abkratzen. Aufbauende Mitleidskommentare sind jederzeit willkommen …

Euch einen glatten Tag wünscht
moggadodde