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„Schreibe 6 kuriose oder komische Dinge über dich und gebe das Stöckchen an 6 Personen weiter“, heißt die Aufforderung von olli in Stockform und nachdem ich gänzlich unkurios und unkomisch bin, musste ich erst einmal 2 Nächte nachdenken.

Jetzt meine ich aber, 6 wenigstens annähernd passende Antworten gefunden zu haben und erledige diese komische Aufgabe wie folgt:

1.
Mein Geburtstag ist eine sogenannte „Schnapszahl“. Ich verwahre mich allerdings gegen irgendwelchen falschen Schlüsse hinsichtlich meines Alkoholkonsums.

2.
Auch Dixie hat eine „Schnapszahl“ als Geburtstag und die Quersumme ihres Geburtstags ist die Hälfte von der Quersumme meines Geburtstags, aber das nur am Rande. Ich hoffe, das dieser Schnapszahl-Umstand keine negativen Vorzeichen für ihre weitere Zukunft birgt.

3.
Ich habe einen schwarzen Punkt in der rechten Iris, was vielleicht nicht kurios oder komisch ist, aber zumindest bemerkenswert. Es gab Zeiten, da wurden Frauen dafür verbrannt.

4.
Wenn ich an einem Pommes-Frites-Stand vorbeigehe und der Geruch der eklige Gestank von Frittierfett sich den Weg in meine Nase bahnt, könnte ich bekomme ich Bauchschmerzen. Mindestens.

5.
Ich kenne einen Menschen, der sein Herz auf dem rechten Fleck hat, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Die Ärzte haben nicht schlecht gestaunt, als sie seinen Herzmuskel auf der falschen Seite des Brustkorbs ausmachten …

6.
Das Toilettenpapier muss vor Benutzung gefaltet werden, keinesfalls geknüllt.

Ich bedaure, dass meine Ausführungen wahrscheinlich weder kurios noch komisch ausfallen. Aber, wie gesagt, ich bin es ja auch nicht. Ihr wisst, Stöckchen, Äste oder dergleichen werden hier nicht geworfen und wer sich selbst als komisch oder kurios genug ansieht … bitte, mitnehmen!

Der MamS fährt jetzt nach Nürnberg ins Fußball-Stadion und sieht zu, wie die Bayern vom Glubb ordentlich eins auf die Mütze bekommen. Mir würde das gefallen, dem MamS sicher nicht. Aber auch das nur am Rande.

Euch einen komischen Tag wünscht
moggadodde

Seatgrabber

VERDAMMT, IST DAS SPANNNNNNNNEND!
Ich dreh‘ gleich durch!!!

Da wird das Xanthippen-Treffen um halb 8 wohl nicht pünktlich mit meiner Anwesenheit rechnen dürfen …

moggadodde

Geschafft! Die deutschen Handballer sind im Finale!!!

Und es geht doch!

Keine Kaffeebohnen mehr im Haus – für einen Koffeinjunkie wie mich natürlich ein untragbarer Zustand. Sehr nett war da eben die Begegnung auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Fast gleichzeitig mit dem vor mit eingefahrenen Kleinwagen kam ich auf dem Parkplatz neben ihm zum Stehen. Der Fahrer des Twingo sprach mich an und sagte: „Entschuldigung, das war wohl ziemlich knapp eben“, dabei ich hatte den Umstand, dass er gerade vor mir mit Karacho aus einer unterberechtigten Seitenstraße gehuscht war, nur ganz am Rande wahrgenommen. Er hatte mich wirklich nicht behindert und das sagte ich ihm auch.
Was mich erstaunt ist der Umstand, dass sich tatsächlich jemand für etwas fast Banales entschuldigt, ohne Not, sogar ohne Anlass oder vorherigen Disput. Neben seiner Sprache verriet mir ein kurzer Blick auf das Kennzeichen, dass der Mann aus der Hansestadt Bremen kommt. Er wirkte nicht gestelzt und ich denke, er wollte auch nicht baggern. Er war einfach nur aufrichtig freundlich und es gibt mir zu denken, dass mir ein bisschen Freundlichkeit so besonders auffällt und offenbart, wie wenig nett die Menschen sonst miteinander umgehen.

Das

Fremdwort des Tages,
konziliant

bedeutet denn auch umgänglich und wer konziliant ist, hat eine freundliche, nette Art.

Euch einen liebevollen Abend wünscht
moggadodde

Under pressure

Die Definition von Luxus kann ja durchaus unterschiedlich ausfallen: Fällt für manchen Teenager ein eigener Fernseher bereits unter die Luxus-Kategorie oder eine liberale Auslegung der Ausgehzeiten, betrachtet der eine oder andere Yuppie seinen bar bezahlten Lexus, seine B & O –Surroundanlage oder sein Ferienhaus in den Hügeln des Chianti als Luxus. Sehr wohl situierte Personen genießen den Luxus einer 20 m-Yacht oder eines Ausflugs zu einer Weltraumstation. Dass Luxus aber nicht immer von finanziellen Mitteln abhängt, weiß niemand besser als Eltern von halbwüchsigen Kindern. Während des Säuglingsalters lassen sich partnerschaftliche Zweisamkeit mit dem Amt der Elternschaft noch relativ gut vereinen, dank Babysitter resp. Großelterneinsatz lässt sich der eine oder andere freie Abend gewinnen und bei erfolgreich verlaufener Erziehungsarbeit bis dorthin stehen die späteren Stunden des Abends ohnehin zur freien Verfügung. Auch bei Kindern im Alter von Hank etwa, ist das noch kein wirkliches Problem, erstrecken sich Zubettgehzeiten in Schulzeiten doch nicht über 21.00 Uhr hinaus. Erst so mit 14, 15 Jahren beginnt die Zeit, da die Eltern nicht mehr Herr und Herrin des Abends sind. Intimsphäre ist nicht umsonst ein Fremdwort und wird plötzlich Luxus. Es wird nämlich, sagen wir mal, hm, schwierig, den ehelichen Pflichten dann nachzukommen, wenn die beteiligten Personen in günstiger Stimmung sind. Nun ist bei langgedienten Partnerschaften häufig gutes Beischlafwetter ohnehin nicht permanent abrufbar und von einigen, äußeren und inneren Komponenten abhängig, die allein schon einer erfolgreichen Mission entgegenstehen können. Die Schlagfrequenz wird geringer, der alte Clausthaler-Slogan, leicht modifiziert zu „nicht immer aber immer seltener“ wird zum running gag.
Gehen wir vom günstigen Fall aus und nehmen an, die beiden Haushaltsvorstände verspüren relativ kongruent ein Bedürfnis nach einem Zustand, der über Händchenhalten beim Abendprogramm hinausgeht. Ja, sagen wir einfach, die beiden wollen Sex. Jetzt. Sofort. Passiert eh’ zu selten. Eigentlich fast gar nicht mehr. Und jetzt wollen sie es. Beide. Gleichzeitig. Hemmungslos und ohne nachzudenken. Da gibt es nur ein klitzekleines Problem. Das Problem ist in diesem Fall 14 Jahre alt und noch wach. Das Problem hat ein Schlafbedürfnis, das meinem gleicht, weniger ist mehr lautet auch hier die Regel, und vor 23.00 Uhr ist an eine Lösung des Problems durch Eingreifen von Morpheus nicht zu denken. Der männliche Haushaltsvorstand wiederum vermag sein eigenes, erhöhtes Bedürfnis nach Schlaf nur eine gewisse Zeit zu unterdrücken, dann wird Eros, die Memme, von Morpheus’ Vater Hypnos in den Allerwertesten getreten, während der weibliche Haushaltsvorstand ihrer süßen Aphrodite konsterniert hinterher winkt. Lässt sich das Verlangen, die dumme Kuh, allerdings ums Verrecken nicht zügeln, steht man vor der schwierigen Aufgabe, eine günstige Location aufzutun. Das Badezimmer, einzig relativ unauffällig verschließbarer Raum, ist aus bereits aaO genannten Gründen nicht erste Wahl. An der Inkompatibilität von Kniescheiben und Schulterblättern mit Keramikfliesen ändert auch die Fußbodenheizung nicht viel, womit nur noch das in solchen Fällen präferierte Schlafzimmer bliebe, weich und warm und kuschelig zwar, allerdings von innen verschlossen höchst verdächtig und das Problem ist ja schließlich nicht auf den Kopf gefallen und witterte sofort, was die Haushaltsvorstände darinnen tun. Bleibt also nur, aufs Tempo zu drücken, schnellschnell, ausziehen, aufsteigen, abs, äh, fertig werden immer auf der Hut und mit einem Ohr an der Tür, um bei unvermutetem Auftauchen des Problems eine möglichst unverfängliche Position einzunehmen, denn, sind wir doch mal ehrlich, gibt es Peinlicheres, als die eigenen Eltern beim Sex zu erwischen? Oder könnt ihr euch vorstellen, dass eure Eltern Sex hatten? Ich konnte das nie, obwohl ich weiß, dass es mehrmals passiert sein muss, sonst wären ich und mein Bruder ja nicht auf Erden. Aber ich weiß aus Gesprächen mit Leuten in meinem Alter, dass sich das niemand vorstellen wollte oder konnte. Haben Eltern aus Sicht der Kinder geschlechtslos oder gar asexuell zu sein, sobald sie Eltern sind? Ich bin nicht sicher, ob ihr meine wirren Ausführungen nachvollziehen könnt aber über eines bin ich mir jetzt klar:

Ja, es gibt etwas Peinlicheres, als seine Eltern beim Sex zu erwischen. Nämlich von seinen Kindern beim Sex erwischt zu werden und nach meiner Meinung sind Erfinder des „Quickie“ Eltern halbwüchsiger Kinder. Garantiert.

Euch einen druckfreien Tag wünscht
moggadodde