Schüttele die Hundehütte!

Das fast niegelnagelneue Werk von Herrn Williams, „Rudebox“, wird ja bekanntlich von einem Großteil der Radiostationen boykottiert, weil His Holyness seit kurzem mit den Medien auf Kriegsfuß steht und Bildreporter der großen Zeitungen von seinen Konzerten ausschloss. Nur nebenbei sei hier nochmals erwähnt, dass der neue Track polarisiert. Love it or leave it. Elektronisches Gedudel, das sicher einige, unerschrockene Anhänger gefunden hat aber ich persönlich glaube, dass Herr Williams sich hier einmal zuviel gewandelt hat und zwar nicht zum Besten. Aber darauf will ich hier nicht hinaus, denn in diesem Zusammenhang bin ich auf eine neue Art von Lyrik gestoßen, die die maschinelle Übersetzung von Songtexten in sich birgt und die bisher völlig zu unrecht ein Schattendasein führt.
Eben jenes Werk lautet im plötzlich gar nicht mehr kalten, deutschen Idiom (auszugsweise) so:

„Heißen Sie dann zurück zu Grundlagen ergreifen Ihre Oberteilzehen und Ihre Fettspitze gut
Ein kleines Handklatschen für einige Angstgesichter
und lassen Sie Ihren Körper in die folgenden Plätze bewegen
geht herauf Ihre Rückseite und dann Ihren Dorn hinunter und wenn er Ihren Kopf schlägt“

Oder so:

„Erhielt diese doppelte Phantasie, in der wir gerade nie stoppen,
Ich habe ein Design und das soll Sie zur Oberseite Angst haben
Wissen Sie, daß was auf meinem Verstand ist, gibt es nur eine Sache, die Sie finden
Ich erhielt ein Design und das soll Sie stoßen, bis Sie fallen“

Der Refrain lautet dann:

„Rudebox, tun das rudebox, Lattich Sie so bös
Rudebox, rütteln Ihr rudebox, warum Sie so bös“

Aussagekräftig auch:

„Ich reite mit Ihnen, wenn Sie gelangen können mir an den Rand Lattich des Polizeichefs nach mir für, was ich seine Tochter antat
Ich tat ihn mag dieses, das Sie es mögen taten, dass ich es wenn Sie doppeltes Klatschenklatschen liebe“

Voll von Bedrängnis auch diese Zeile:

„Heißen Sie dann Überprüfung die Säurenummer Linie gut, bilden Sie Ihre Körperform, wie Sie auf a Landmine gestanden werden
rufen Sie mich auf meinem Mobile nicht das landline und die Steckfassung die Hauptstrecke gleichzeitig an“

DAS nenne ich wahre Poesie, die Raum für die freie, durchaus differente Interpretation lässt und die Phantasie herausfordert! Versucht es selbst! Und hier steht u.a. auch die Übersetzungsmöglichkeit vom Englischen ins Portugiesische oder Russische zur Verfügung.

Einen fehlerfreien Tag wünscht
moggadodde

Ich kann zaubern …

Lagebericht: Katakomben unspektakulär. Schmerzende Gehwerkzeuge sind an diesen Tagen ja nichts Neues. Außerdem Tag 1 des Feierwochenendes, Geburtstagsparty bei Lieblingsnachbarin B., die mir gestern berichtete, dass spätestens Ende des Jahres der Wegzug erfolgt, was mich gestern schwer getroffen hat und uns heute umso ausgelassener feiern und in Erinnerungen schwelgen ließ. Die üblichen Verdächtigen am Start und ein 3-Kilo-Kaventsmann von Leberkäse, der mir in Verbindung mit Lagerbier nun schwer wie Blei im Bauch liegt und meine per se um diese Zeit stinkfaulen Eingeweide zu Höchstleistungen zwingt.

Auch morgen steht ausufernde Umtriebigkeit auf dem Plan, morgens um 11.00 Uhr schon wieder Fußball, einkaufen, Last-Minute-Gift für das morgige Geburtstagskind R. besorgen, mit der Mutter von Dixies neuestem Aspiranten auf das Amt des Boyfriends Kaffee trinken und schon ab 18.00 Uhr als Pirat maskiert Geburtstag feiern. Kostümparty war meine Idee, leider. Ich muss morgen erstmal sehen, was ich zur Verkleidung im Fundus habe …

Das

Fremdwort des Tages
Meteorismus

bezeichnet wunderbar die gemeine Blähsucht, die mich wegen dem Leberkäse nun auch umtreibt und jetzt auch gleich in die Horizontale zwingt.

Euch eine flatulenzfreie Nacht wünscht

moggadodde

Chemical Sisters

Nach 8 Wochen war es allerhöchste Zeit, dem Salon „Zum doppelten Lottchen“ meinen Besuch abzustatten. Die Chefcoiffeuse ist eine recht geschwätzige gesprächige Dame und so überfiel sie mich am frühen Morgen mit einer umfangreichen Kollektion von möglichen Stylingvariationen. „Kirsche“, die Farbe meiner heutigen Wahl, ist auf meiner selbigen nun eigentlich eher weniger zu sehen, ich sehe eher ein dunkles Kupferdach, durchzogen von gottlob feinen, hellen Strähnen. Sehr gewöhnungsbedürftig die Creation und wenn ich vor dem Spiegel den Kopf neige, sehe ich aus wie Stefan Effenberg 1994. Gut, ganz so schlimm ist es nicht, aber ihr wisst, welch ein inniges, fast obsessives Verhältnis Frauen zum eigenen Haar haben. Möglich, dass ich mich daran gewöhne, wenn nicht, wird umgefärbt. Punkt.

Außerdem habe ich Katakomben-Dienst mit der Kollegin ohne Off-Knopf getauscht und muss deshalb erst morgen einrücken. Darum ist auch mein innerer Kalender völlig durcheinander geraten und ich denke schon den ganzen Tag, heute sei Freitag.

Mein Interesse hat heute auch der Deutsche Sprachrat erregt, der eine internationale Ausschreibung initiierte, um die schönsten Beispiele der „Wörterwanderung“ zu finden; dort liegen bereits gut 6000 Zuschriften aus fast 70 Ländern vor. Das Wörtchen „kaputt“ i.S. von „erschöpft“ findet sich so z.B. im Suaheli, das in Tansania und Kenia gesprochen wird, während „istdasso“ in Nigeria zum geflügelten Sprachschatz gehört. In Finnland gibt es „kaffipausii“ und in Albanien „shnicel“, in Norden sagt man „vorspiel“ und „nachspiel“, allerdings nicht im hierzulande gebräuchlichen Sinn, sondern so bezeichnen die Norweger den Alkoholkonsum vor und nach einem gesellschaftlichen Ereignis, vergleichbar dem „Vorglüher“ und „Absacker“ hierzulande. Der hierzulande in aller Munde liegende „Orgasmus“ (griechisch-neulateinisch) hat den Durchbruch bis nach Japan geschafft, wo daraus ein niedlicher „orogasumusu“ wird.

Wenn der deutschen Bevölkerung also schon das nötige Kapital abgeht, selbst durch die Welt zu reisen, schickt sie zumindest ihre deutsche Sprache um den Globus, was so verkehrt nicht ist, bleibt den Bewohnern der fremden Lande doch auf diesem Weg der Tennissocken tragende Sandalentourist erspart.
Vernachlässigt wird allerdings neben der aufwändigen Suche nach deutschen Worten im Sprachgebrauch fremder Länder die eigene Haustür, vor der zunächst einmal ordentlich gekehrt werden müsste, siehe z.B.

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Das

Fremdwort des Tages,
Nativ Aping

bezeichnet das Imitieren z.B. durch Touristen, die auf einer Reise so tun, als seien sie Einheimische, (was ich im Italienurlaub mit meinen Eltern auch immer versuchte, aber da war ich 10), sehr peinlich das.

Meine Glückwünsche gehen heute in die bayerische Landeshauptstadt, wo Edmund S. seinen 65. Geburtstag begeht, nach seinem Rohrkrepierer hinsichtlich des Umzugs nach Berlin soll er seiner ehemaligen Popularität ja immer noch deutlich hinterher hinken, heißt es. Eine pompöse Party, wie bei seinem 60. (da gab’s auch eine Bikinischönheit in der Torte) ist nicht geplant, wird berichtet, doch werden heute immerhin 400 Freibiergesichter im Landtag erwartet. Bei vorsichtigen Schätzungen meinerseits hinsichtlich der Kosten der Sause des Landesvaters kommen immerhin so an die 20.000 Flocken zusammen, wenn man das Gedeck pro Gast höchst zurückhaltend mit ca. 50,00 € kalkuliert, was in München eventtechnisch ja eher ein Schnäppchen sein dürfte – und da bleibt mir als Abgaben leistende Untertanin schon ein wenig die mittägliche Gulaschsuppe im Hals stecken. Immerhin habe ich auch geblecht, aber eingeladen bin ich nicht.
Der englische Historiker Norman Stone hat Herrn Stoiber übrigens mal gesteckt, dass er denke, dass „der Bayer ja eine Kreuzung zwischen Österreicher und Mensch“ sei. Scheint es schlauer Typ zu sein, dieser Stone …

Euch einen schmackhaften Tag wünscht
moggadodde

THINK !

Von wegen ruhiger, beschaulicher, vielleicht sinnlicher oder gar sündiger Hochzeitstag? Ha! Vollgestopft mit zeitraubenden Aktivitäten, die es mir unmöglich machten, einen anständigen Beitrag zu posten; lediglich einen gehetzten Blick auf die Post konnte ich tun.
Kurze Zusammenfassung: 8.00 Uhr aufstehen, frühstücken (wochenends nehme ich zum Frühstück feste Nahrung auf), Einkaufen, Kuchen backen. 11.00 Uhr Aufschlag bei Dixies Schulfest, wo sie bei den Sanitötern Dienst schiebt und ich zahlreiche, gut gemeinte Attraktionen besichtigen darf, 14.00 Uhr wieder daheim Kuchen fertig stellen, Kaffee kochen und alles mit zum Sportplatz bringen, wo um 15.15 Uhr der eingeteilte Bewirtungsdienst (S. und ich) Vorbereitungen treffen für das um 16.00 Uhr beginnende Rundenspiel der F-Jugend (Hank und Konsorten), also Getränkekästen schleppen, Geschirr beibringen, danach wieder aufräumen, Ankunft zuhause 17.30 Uhr, duschen und mit Hank und dem MamS sowie einem bekannten Paar und dessen sehr aufgewecktem Sohn zum Koreaner. Wiedereintritt in die heimische Atmosphäre gegen 22.00 Uhr. Einschlafen meiner Person glaublich gegen 22.45 Uhr.
Auch heute, da Hank auf Kindergeburtstag weilt und ich Dixie nachher zu einem Event namens „Jugendweihe“ bringe, schwirrt mir durchweg unausgegorenes Gedankengut durch die Gyri.
Deshalb eine neue, wie ich denke, lösbare Kopfnuss für Euch, damit mir hier keine Untätigkeit aufkommt. Ich suche einen ganzen Satz:

„Ein der optischen Wahrnehmung unfähiges, gefedertes aber des Fliegens nicht mächtiges Haustier gelangt in den Besitz nicht näher definierter Sämereien.“

Für die die mathematisch begabte Leserschaft habe als Extra-Bonbon noch eine Zahlen-Kopfnuss:

Welche Zahl ist einzusetzen?
260 – 216 – 128 – 108 – 62 – 54 – ___ – 27

Lösungsvorschläge bitte ich wieder ab sofort einzureichen!

Hautnei!
moggadodde