Willkommen in der Realität

Der Termin mit Dixies Klassenlehrer W. ergab keine weiteren Neuigkeiten. Ich erfuhr, dass es tatsächlich im Ermessen der Lehrkraft liegt, ob eine schlechte Arbeit die Unterschrift der Eltern erfordert. Auf Antragstellung bekämen die interessierten Erziehungsberechtigten allerdings sämtliche Arbeiten zur Ansicht. In Mathematik, die er unterrichte, sei Dixie schon ein entsprechender Ruf vorausgeeilt, der sich bei ihm aber nicht bestätige. Insbesondere seit der letzten, schlechten Arbeit, bei der sie wohl einen Blackout gehabt habe, steigere sich ihre Mitarbeit stetig. Sie melde sich unglaublich oft, liefere fast ausschließlich richtige Antworten und fertige ihre Hausaufgaben (hier könne er nur sein Fach beurteilen) gewissenhaft und richtig. Sie könne nach seiner Beobachtung gut mit Menschen umgehen und ihr Sozialverhalten gäbe ohnehin keinen Grund zur Klage. Wenigstens an dieser Front gibt es also momentan keine weiteren Scharmützel und bin erleichtert, dass sie ihre Widerspenstig- und Störrigkeit i.V.m. einem LMAA-Gefühl nur zuhause spazieren führt, wobei hier die Wandlung vom Saulus zum Paulus oder andersherum stündlich vonstatten gehen kann.

Desweiteren hat der MamS gestern das www hinsichtlich bezahlbarer Urlaubsziele auf Mallorca durchkämmt; die zutage geförderten Ergebnisse führten zu langen Gesichtern. Die ins Auge gefasste, 14tägige Reise werden wir uns wohl abschminken können, 2500,00 Euronen Minimum sind für unser Budget einfach eine Nummer zu groß, zumal für die Nebenausgaben wie Mietwagen, Nebenbei-Verpflegung und Eintrittsgelder locker zusätzliche 500,00 Mücken anfallen. „Gestraft“ mit einer meist voll zahlenden Tochter und dem Handicap, zeitlich ausschließlich auf August und einige Tage im September beschränkt zu sein, freunden wir uns gerade mit der abgespeckten Version von 10 Tagen an, die sich finanziell auch aufgrund einer Teilauszahlung meiner LV im nächsten Jahr sowie eines Sparpakets, das der MamS zu schnüren immer in der Lage ist, stemmen ließe. Nachdem wir den diesjähriger Urlaub im August ja in der kalten und regnerischen Heimat verbrachten, zieht es uns im nächsten Jahr unbändig und mit aller Macht in den Süden …

So bin ich heute in einer Stimmung, die dem Wetter draußen entspricht, grau, neblig und nur mit zusätzlicher Beleuchtung zu ertragen. Darauf trink ich jetzt erstmal – einen Kaffee Cortado …

Euch einen hellen Tag wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

21 commenti su “Willkommen in der Realität

  1. Dalzo sagt:

    Hmm, warum wollt ihr Deutschen immer nach Mallorca? Warum nicht mal nach Österreich? In die Berge, aus klaren Bächlein trinken, Kühe streicheln, Bären streicheln, Zebras streicheln usw usw ….

    Und im Süden liegt Österreich von euch aus gesehen ja auch. Also, ab in den Süden 🙂

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  2. moggadodde sagt:

    Ich will nicht in Bergen kraxeln, Kühe und Streichelzoo gibt’s hier auch. Ich will Sonne satt, den Sand zwischen den Zehen, im Bikini und unter den Fingernägeln und mediterranes Klima. Ich will südländisches Flair und eine Promenade zum Flanieren. Ich will MEER, weil ich das Meer liebe und die Wellen und das Salz und Krebse und die immer leiser werdenden Geräusche, wenn ich auf der Liege dahindöse … Wenn ihr das auch habt, komme ich zu euch. Aber ihr habt ja nur das Steinerne Meer und da war ich als Kind und Kaprun war grauslich und grau.
    Ich bin frustriert.

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  3. azahar sagt:

    Ich würde vorschlagen deinem Cortado kurzerhand etwas mehr spanisches Feeling zu verleihen und daraus einen Carajillo zu machen. = Kaffee mit einem Schuss deines Lieblingsalkoholischengetränks, hier bei uns in den Kneipen vorzugsweise Brandy, Cointreau o.ä. das hellt den Tag gleich ein bisschen auf und sorgt wenigstens für die innere Wärme.
    Danach den Reiseführer für Mallorca hervorholen und schon mal vorplanen.
    Ich kann dich soweit beruhigen, als dass hier bei uns im Moment mit Füsse in den Sand graben und strahlendem Sonnenschein auch nicht viel los ist.
    Kopf hoch!

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  4. morgiane sagt:

    @moggadodde: dann hast du deinen gang nach canossa ja auch hinter dir. was meine tochter betraf, war das jedesmal eine herbe überraschung, die, die daheim ihre brüder in grund und boden brüllte, sich lautstark äußerte zu dem, was ihr passte oder auch nicht, bekam in der schule die zähne nicht auseinder. in der abschlußzeitung stand dann als witzige bemerkung neben ihrem bild: Kann sie reden?
    und deine sehnsucht nach dem süden kann ich nachvollziehen. ich hätte jetzt gern richtiges wetter. kein so ein wischi-waschi nicht kalt nicht warm ding. sondern klaren frost…oder jemanden, der mir eine woche südsee sponsert…ohne meine anhängsel…

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  5. moggadodde sagt:

    @ azahar: Karrrachijo oder Karrrachilljo? Kommt das von „Karacho“ und heißt es vielleicht soviel wie „kleiner Schneller“?
    Na, egal. Bedeutet jedenfalls schon wieder Alkohol. Ich entscheide mich heute, nicht ganz stilecht, für Borghetti Espressolikör. Cointreau ist schon wieder leer (den brauch‘ ich oft für die Soßen) und Brandy mag ich nicht so gern. Danke für deinen Zuspruch!

    @ morgiane: Heute IST es kalt, aber das passt mir ja auch nicht. Verdammte Kälte! Ich muss mal wieder eine Dosis UV-B und meinetwegen auch -A-Strahlen einpfeifen.

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  6. barbara sagt:

    ich hab leider nur ein Gästezimmer mit Schlafsofa für 2 Personen zur Verfügung.

    azahar
    ich hatte heute kurze Hose und Top an;-)

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  7. moggadodde sagt:

    Och, barbara, das macht nichts. Mir reicht ein einziges Bett und für die flüssige Verpflegung sorge ich ;-). Nun, wie ich das sehe, ist zumindest mein Urlaub gerettet … :-)))

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  8. barbara sagt:

    HURRA! Ab JUni ist der Pool wieder geöffnet 😉

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  9. Georg sagt:

    Perfekt, würd ich eigentlich sagen. Tolle Entwicklung der Tochter, keine echten Schulprobleme, super Opposition gegen Muttern und Vatern – und dann noch Urlaub?
    Vorschlag: Einen Urlaub mal Kidis bei Großeltern „abstellen“. Ihr Urlaub dort ist wahrscheinlich richtig gut. Und ihr zwei Beiden könntet 2 Wochen Spanien genießen. Na? So schlecht ist die Idee doch gar nicht. Vor allem eine bewährte, ausprobierte ;-))

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  10. moggadodde sagt:

    @ barbara: Frau Kollegin, DAS wäre ja wirklich das Highlight! Ich komme aber nur, wenn du das brackige Altwasser abgelassen und den Pool FRISCH befüllt hast … 🙂

    @ Georg: Ein Urlaub bei den Großeltern wäre für die Kinder mitnichten eine tolle Erfahrung. Meine Eltern wären heillos überfordert und nach unserer Rückkehr angesichts der zu erwartenden Turbulenzen vermutlich beide dem finalen Herzkasper erlegen, während SchwieMu, unternehmungslustig und mitten im Leben, auf längeren Kinderbesuch aber sicher gerne verzichtet. 2 Wochen sind ziemlich lang und ich weiß noch, wie der MamS und ich vor einigen Jahren in New York waren. Das war nur eine Woche, aber bei der Rückkehr habe ich geheult wie ein Schlosshund. Außerdem hätte ich sie schon gerne dabei, wenn ich ehrlich bin, auch wenn ich das am dritten Tag sicher bereue. Einige Tage werden der MamS und ich aber für uns abzweigen. Ganz allein und ganz sicher!

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  11. azahar sagt:

    @ moggadodde
    Also von was Karrrachilljo kommt … da bin ich überfragt. 😉 Karracho (Carajo) ist ja eher so eine Art Schimpfwort, so in Richtung: „verdammt“, „was ist das denn?!“ oder „shit!“; kann aber auch Erstaunen ausdrücken, ist also wie viele spanische Schimpfwörter ziemlich universell zu verwenden 😉 Wichtig ist, dass es schmeckt!

    @ barbara
    Sag mal wie machst du das?! Hier ist es vor allem Morgens so kalt, dass ich mir sehr gerne Mantel und Schal überwerfe.

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  12. barbara sagt:

    Frau Kollegin, da sieht man, dass sie keine Ahnung haben vom Poolbusiness. Eine Chlortablette (u.a.) in der Woche und das Wasser sieht im nächsten Jahr aus wie frisch eingelassen 😉

    Carachillo: mein Rekord lag bei 15 Gläsern;-)

    Morgens und ab 16 Uhr ist es hier auch lausig kalt. Tagsüber aber bisher herrlich.

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  13. bt sagt:

    Das mit der Schule klingt doch relativ gut, das mit dem Urlaub nicht so.

    Seid ihr sicher, das Frau Tochter im nächsten Jahr mit euch los will? Oder z.B. mit Freunden fahren. Eine Finca mit 6 bis 8 Personen wird als Selbstverpfleger deutlich günstiger, als so manches Pauschalangebot. Darf man eigentlich 2-3 Tage nach Ferienende in die Schulzeit ‚gleiten‘?

    Und noch was: Südfrankreich hat schöne Strände, mediteranes Ambiente, muss nicht angeflogen werden und ist nicht unbedingt teurer. Ihr müsst ja nicht nach Cap D´Agde 😉

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  14. morgiane sagt:

    oh ha…ich kann mich an ferien mit gleichgesinnten erinnern, 8 erwachsene, 10 kinder, 3 ferienhäuser…was ein chaos!
    nein, ich träume von kinderfreien tagen…und sonne, sand und meer, vor allem meer…salz auf meinen lippen..und südfrankreich hört sich doch auch nicht schlecht an.
    mit dem Mmt(mann meiner Träume) wären nur die neuen hämorhoiden oder der indian summer in kanada drin. auch schön, aber ich will SONNE und vor allem WÄRME!
    und das mit in die schule gleiten…kommt ganz auf den rektor an, eigentlich wirds nicht gern gesehen.

    [Antwort]

  15. moggadodde sagt:

    @ azahar: Leeecker war das … Genossen aus den Gläschen, die wir in Mallorca gekauft haben auch noch optisch sehr schön.
    @ barbara: Genau, SIEHT AUS wie frisch eingelassen. Mein Kopf weiß aber, dass es seit Jahren (?) immer das selbe Wasser ist. Wobei wir schon wieder beim Alkohol wären. Wenn wir uns vorher ordentlich die Kante geben, besteht die Möglichkeit dass ich das außer Acht lassen kann ;-. Kann zwar gut sein, dass ich dann ertrinke, aber, wie sagt Herr Horst, ein bisschen Schwund ist ja immer …

    @ bt: Sie will unbedingt mit, weil sie beim letzten mal so einen Spaß hatte, wir waren 6 Erwachsene und 6 Kinder, ungefähr im gleichen Alter und das war wirklich klasse. Es gab kein böses Wort, keinen, wirklich keinen Streit (abgesehen davon, dass sie sich am Abreisetag weinend beinahe auf den Gehsteig warf, weil sie von so einem blöden Fernando-Kellner, in den sie sich verliebt hatte, Abschied nehmen musste …). Fincas sind meines Wissens weniger strandnah gelegen und: Seit die Kinder da sind, waren wir (bis auf letztes Jahr) immer mit dem Auto unterwegs (Toskana, Umbrien, Gardasee) überwiegend in Ferienhäusern, wo wieder für 4 eingekauft und gekocht werden muss, aufgeräumt, abgespült. Ich möchte mich im Urlaub an einen gedeckten Tisch setzen, mir mein Essen nur vom Buffet holen müssen oder gar bedient werden. Am Abend kehre ich in ein sauberes Zimmer zurück, in dem sich keine Zahnpastaspritzer vom morgendlichen Zähneputzen befinden und in dem die Betten gemacht sind. Mit kleinen Kindern ist im Ferienhaus wirklich gut urlauben, weil sie mal lauter sein und sich frei bewegen können. Aber jetzt zerren sie nicht mehr an der Tischdecke, wissen sich beim Essen zu benehmen und fangen nicht genau in dem Moment an, die Windeln zu füllen, wenn das Hauptgericht auf dem Tisch steht. Urlaub heißt für mich: Machen was ich und (demokratisch) die Familie will. Dazu gehören Hausarbeiten jeglicher Art allerdings definitiv nicht.
    „Verlängerung der Schulferien“ ist leider nicht möglich … Frankreich ist generell nicht „mein Land“, was aber nichts mit Cap Dingsda zu tun hat 😉

    @ morgiane: Ja, so etwas ist ja auch sehr schön (gewesen). Aber ich mag es nicht mehr, zumindest nicht mit Kindern. Ohne sie wäre das ja kein Thema, dann wären ja auch überwiegend Restaurantbesuche angesagt. Aber sie sind nunmal dabei, was mich ja auch froh macht, aber es ist auch mein Urlaub und ich habe auch dort keine Lust ständig labern zu müssen, was ich daheim auch tue: „Räum auf, deck Tisch, was sollen die Socken hier, ja und DU bist dieses mal mit Spülmaschine ausräumen dran“. Lieber nur 10 Tage, aber richtig … Wird schon werden …

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  16. bt sagt:

    Das mit den strandfernen Fincas stimmt (meistens). Mit einem Mietwagen ist das aber kein Problem. Die anderen Argumente will und kann ich nicht wiederlegen. Das kann nur jemand beurteilen, der Kinder an der Backe hat(te). Die Strandhotels auf Mallorca wären uns allerdings zu hektisch, sehr teuer, zu touristisch und zu wenig landestypisch (es gibt bestimmt Ausnahmen).

    Wir finden es besonders reizvoll in anderen Ländern durch Supermärkte und Spezialtätenläden zu schlendern und Lebensmittel aufzustöbern, die es bei uns nicht gibt. Aber wie schon gesagt, mit Kindern stell ich mir das auch nicht so prickelnd vor.

    Ich wundere mich über die Tochter. Keine Cliquenreise mit Lover, kein Freecamping irgendwo an den Endlosstränden der Atlantikküste zwischen Biarritz und La Rochelle. Wie unromantisch sind die Youngster heute doch.

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  17. barbara sagt:

    zwischen 14 und 19 hatte Jule null Bock auf Mama-Ferien, was ich aber verstehen konnte. Sie hat sich auch immer so geschämt wegen ihrer Mutter, die im Urlaub gerne mal die heimischen Getränke ausprobierte und dann auf der Bühne gesungen hat 😉

    Moggadodderle, das Wasser im Pool ist EIN JAHR alt. Was sagste nu?

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  18. moggadodde sagt:

    @ bt: Klar, ich würde auch lieber auf einem Rattanstuhl an einem (frischen!) Pool in Valdemossa liegen oder in einem einsamen Häusle mit Zugang zu einem kleinen Strand (noch lieber). Das wäre mein Urlaub. Die Kinder wollen Action und Poollandschaft und Krimskramsläden. Es nützt nichts, nur wenn die Kinder zufrieden sind, verleben auch die Eltern angenehme Tage.
    Natürlich streifen auch wir durch die Landschaft, fahren kreuz und quer bis wir z.B. das angesagte Flor de Sal d’es Trenc aufgestöbert haben, machen Besichtigungen und Tagesausflüge und die Kinder meckern nicht, weil es auch wieder faule Pool- und Strandtage gibt. Vielleicht gerade weil die „Location“ nicht das ist, was ich ohne Kinder wählen würde, bestehe ich auf den gedeckten Tisch und das saubere Waschbecken.
    Das mit La Rochelle und Biarritz ist aber schon etwas her, oder? Heutzutage fährt doch die Jugend nach Benidorm oder Calella zum Komasaufen und soweit ist es bei Dixie gottlob (noch) nicht. Im nächsten Jahr kann sie ja bei einer organisierten Reise mit. Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn sie das möchte.

    @ barbara: Wenn du eine schöne Singstimme hast, warum nicht 😉 Töchter sind empfindlich, wenn sie aufgeschlossene Mütter haben, die auf der Höhe der Zeit sind. Die sind dann peinlich. Das kenne ich auch …
    Ach, ein Jahr erst? Ist ja quasi quellfrisch, dein Wasser … 😉

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  19. Mephisto sagt:

    @bt: das Bild mit den Standhotels hatte ich auch einmal, genaugenommen bis vor ein paar Wochen. Sobald man sich von der Küste links und rechts von Palma entfernt, gibt es herrlich verträumte Buchten mit Fincas, kleinen Pensionen und wenig Beton. In meiner Foto-Lib findest du ein paar Eindrücke von der Westküste.

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  20. bt sagt:

    @Mephisto: Die kennen wir natürlich auch, sind dann aber leider eine bis zwei Preisklassen höher, als wir uns leisten wollen. Obwohl etwas näher an Palma, das hat schon was für uns als Stadtmenschen.

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  21. Mephisto sagt:

    Ok, das mag sein. Zu den Preisen kann ich nichts sagen.

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