Deus ex machina

Trüb war der Tag, wie sollte es sonst anders sein. Aber heute war alles anders, denn ich habe mich hemmungslos und ohne einen Funken von schlechtem Gewissen ab Mittag auf meinen favorisierten Landeplatz

imgp3480.JPG

begeben und bin bis vor einigen Minuten abgetaucht in die extrem spannende, unglaublich fesselnde und trotz aller drastischen Beschreibungen unerhört witzige Mörderstory „Der Siebte Tod“ von Paul Cleave, ab sofort mein ganz persönlicher Novemberdepressionskiller.
Joe, Muttersöhnchen aus Christchurch ist ein serienmäßiger Frauenmörder, der im örtlichen Polizeipräsidium die geistig behinderte Putzhilfe mimt und so praktischerweise immer auf dem neuesten Stand der Ermittlungen ist. Er liebt seine Goldfische Pickle und Jehova und mordet so vor sich hin, bis er in Melissa an das falsche Opfer gerät, sie hat ihn durchschaut und unterzieht einen seiner Hoden einer qualvollen, finalen Zangenbehandlung, die ihm fortan Phantomschmerzen im linken, nicht mehr vorhandenen Sack beschert. Außerdem wird eine weitere Dame gekillt, was die Polizei dem „Schlächter von Christchurch“ zuschreibt, womit Joe aber tatsächlich gar nichts zu tun hat und jetzt will er unbedingt herausfinden, wer der Trittbrettfahrer ist, damit er ihm seine eigenen sechs Morde unterjubeln kann.

Die in der Ich-Form und in der Gegenwart erzählte Geschichte fesselt mich, wie das schon lange kein Buch mehr geschafft hat. Norman Bates meets Hannibal Lecter mit einem Schuss „Pulp Fiction“. Das ist ganz exakt meine Kragenweite und ein Buch, das ihr unbedingt auf eure Leseliste setzen solltet! Mit so einem Stoff geht mir der November am Arsch vorbei. Heureka!

Euch einen belesenen Abend wünscht
moggadodde

Flattr this!

Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

10 commenti su “Deus ex machina

  1. Anne sagt:

    DIE Begeisterung über das Buch kann ich gut verstehen – mir gings nämlich genauso. Ein wirklich exzellentes Buch! *nick*

    [Antwort]

  2. autsch, das klingt nicht nicht schlecht. Ebenfalls notiert.

    [Antwort]

  3. (die doppelte Verneinung war unbeabsichtigt. Bin nicht zum Bayer mutiert.)

    [Antwort]

  4. Georg sagt:

    Schon bei Amazon vorgemerkt!

    [Antwort]

  5. moggadodde sagt:

    @ Anne: Jetzt, wo ich fertig bin damit, würde ich am liebsten gleich weiterlesen. So ist das immer mit einem guten Buch. Ich will fertig werden, wissen, wie’s ausgeht. Und wenn ich dann soweit bin, bin ich bekümmert, weil es zu Ende ist.

    @ barbara, frater aloisius und Georg: Ihr werdet es nicht bereuen!

    [Antwort]

  6. DayLight sagt:

    Ja ich hab das Buch vor ca 4 Monaten auch gelesen und war ebenfalls begeistert!
    Ist wirklich zu empfehlen….

    Btw: Meine Freunde nennen mich Joe 😀

    [Antwort]

  7. moggadodde sagt:

    @ DayLight: Wenn du jetzt auch noch ein „Cleaner“ wärst, würde ich mir Sorgen machen müssen … 🙂

    [Antwort]

  8. su. sagt:

    hi schwäscherin!
    habe heute das selbe mit deinem august-knüller vom samuel beckett getan….jenes buch von dir, aus dem mir noch feienr ostseesand entgegengerieselt kam!…remember?
    by the way…am mittwoch hätte ich auf ein frühstück frei….wie wär´s damit in diesem noch einzigen möbelriesen der mainmetropole?

    [Antwort]

  9. moggadodde sagt:

    @ su.: Ich musste schwer überlegen, was du meinst … „Die Chemie des Todes“ hatte ich glatt vergessen … Yo. Mittwoch klappt. I gfrei mi!

    [Antwort]

Kommentar verfassen