Herbstferien, Brückentage, ein wäschegewordener Super-Gau, eine überbesorgte Mutter (nicht ich!), ein ins Krankenhaus eingelieferter Bruder – all das hat mich ein wenig abgelenkt in den letzten Tagen.
Zu allem Überfluss habe ich mich vorübergehend unsterblich verliebt, der Auserwählte ist ein balsamischer, blutjunger Italiener, ein feuriger Verführer, ein betörender Blender, hinreißender Frauenliebling, mit dem ich mich gestern zu einem Stelldichein traf. Als ich so nah bei ihm stand und er mir all seine Vorzüge präsentierte, wurde mir schon ganz blümerant zumute.
Unglücklicherweise kann ich mir dieses Sahneschnittchen nicht leisten. Schönheit hat ihren Preis, auch wenn der Angebetete nur ein Auto aus Turin ist. Fiat 500 heißt das unerreichbare Objekt meiner momentanen Begierde und „fiat“ ist ja auch lateinisch und heißt „es werde“.
Nun ja, wenn ich versuche, meinen Kontostand mit dem benötigten Kapital in Einklang zu bringen, muss ich feststellen, dass „fiat“ in meinem persönlichen vocabularium mit „das wird nichts“ übersetzt wird und „Fiat lux“ heißt bei mir leider „Fiat nix“.
Schade. Ich hätte mir gerne einen Jüngeren geleistet. Er hätte richtig gut zu mir gepasst.
Euch einen zufriedenen Abend wünscht
moggadodde