Erst durch eine Glückwunsch-SMS meines herzallerliebsten Brüderchens von gestern, die ich aber erst heute früh gelesen habe, wurde ich an den Umstand erinnert, dass der MamS und ich gestern den 18. Hochzeitstag hatten.
Weder der mir Angetraute noch ich haben daran gedacht.
Jetzt könnte man bei oberflächlicher Betrachtung zwischen mehreren Annahmen wählen:
Entweder
a.) ist unsere Ehe ist so gut, dass wir jeden Tag als eine Art „Hochzeitstag“ zelebrieren und solchen Formalien keine weitere Bedeutung beimessen
oder
b.) ist unsere Ehe ist so weit abgehakt, dass uns das Jubiläum vollkommen egal ist
oder
c.) ist mein kleiner Bruder als Einziger mit einem funktionstüchtigen Gedächtnis ausgestattet.
Keine Sorge, ich werde dem MamS sein Versäumnis heute Nachmittag nur ein ganz kleines bisschen aufs Schnitzel schmieren, denn ich habe
d.) in der Stadt einen schnuckeligen, anthrazitfarbenen Pullover gesehen, den er mir zur Kompensierung des, hm, sagen wir erlittenen, seelischen Schmerzes aufgrund des gestrigen Versäumnisses gerne schenken darf, weil er
e.) mich nach eigener Aussage und dem Stand von letzter Woche von ganzem Herzen liebt noch immer ganz gut leiden kann und ich mit ihm ja bisher auch nicht schlecht gefahren bin. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Aus dem Mund einer Fränkin kommend ist das fei ein ziemlich dickes Lob!
Danke, liebes Brüderchen!
Euch einen gewitzten Tag wünscht
moggadodde