Early bird catches the sun
Geschrieben am 8. August 2008 | Abgelegt unter Daily Soap
Normalerweise pflege ich mich um diese Zeit an einem Freitag nochmals umzudrehen, im Bett, nämlich. Weil ich den MamS zu für einen freien Tag nachtschlafender Stunde in die Stadt fahren musste, nutzte ich den nach einem nächtlichen Gewitter herrlich frischen Morgen und spazierte durch den Hofgarten. Die Würzburger Residenz ist nämlich ein echtes UNESCO-Weltkulturerbe und wie es meistens ist, wenn man was Prächtiges in der eigenen Stadt hat, schaut man es sich selten in Ruhe an und überlässt das Feld den Legionen von Touristen vornehmlich japanischer Provenienz
die auch auf Kopfsteinpflaster oft den Look über die Praktikabilität stellen, aber heute erst gegen Ende meiner Tour ausgeschlafen hatten.
Den ganzen, riesigen Park hatte ich ganz für mich allein, abgesehen von ein oder zwei Hunden und ihren Frauchen. Ich lustwandelte durch schattige Laubengänge, in denen zahlreiche Fürstbischöfe und Höflinge noch zahlreichere Amouren gepflegt haben dürften
und betrachtete putzige Putten
die an anderer Stelle auch Ka-putten genannt werden können. Entweder es grassiert im Hofgarten ein fieses Virus oder es gibt öfter degeneriertes Drecksgesindel, das mutwillig die Jahrhunderte alten Figuren beschädigt, ich habe nämlich sicher 5 Putten entdeckt, denen ein Bein fehlte.
Die kühle Luft war feucht und glasklar. Die Morgensonne blitzte durch Blätter und Ginkgo-Bäume; im Schatten fröstelte ich noch, aber sobald ich in die Sonne trat, durchströmte mich schon die aufkeimende Wärme. Von draußen hörte ich wie durch einen Filter das sonore Brummen des Berufsverkehrs und vor meinen Füßen flitzten die Eichhörnchen herum.
Von den oberen Terrassen aus kann man sogar die Festung und einen Zipfel der Neubaukirche sehen
und ich habe mir vorgenommen, im Spätherbst, wenn die Touristenströme verebbt sind und Würzburg wieder den Würzburgern und ein bisschen auch den Bäuerli im Umland gehört, auch wieder einmal die Innereien der Residenz zu besuchen, wo ich seit vielen Jahren nicht mehr war.
Später, als ich genug hatte von der friedlichen Natur und der stillen Abgeschiedenheit, ging ich einen Kaffee trinken und hatte auf der Juliuspromenade ein mäßiges Frühstück “Max” mit Rührei und Krabben, was aber immer noch besser war als das Frühstück des MamS, das heute erneut aus einem Gastroskop bestand.
Die Morgenstunden an einem strahlend hellen Tag sind wirklich die Schönsten des Tages! Wenn ich nur nicht so eine elendig verpennte Schlafmütze wäre!
Euch einen erholsamen Abend wünscht
moggadodde
16 Kommentare »






am 9. August 2008 um 14:10 1.Nummer 9 schrieb …
Aber die Beine sind top!
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am 9. August 2008 um 14:40 2.biffo schrieb …
....... ja Beine sind wirklich Top und Hofgarten am Morgen ein guter Tip Danke
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am 9. August 2008 um 15:12 3.moggadodde schrieb …
@ Nummer 9: Mit den Schuhen kann eine Tour auf diesem Geläuf schnell zur Tortur werden
– Für die Besitzerin der Beine hoffe ich, dass der Fremdenführer sich nicht zu viel Zeit gelassen hat … und der Zipfelrock hätte wohl auch besser in die Abendstunden gepasst. Ja, o.k., ich bin nur neidisch
@ biffo: Dass auch du als Fotograf auch nur die Beine im Blick hast, tztztz … kein Wort über stimmungsvolle (und überbelichtete) Stillleben und das perfekte Arrangement der prächtigen Bauwerke im letzten Bild! Da versucht man ein bisschen Kulturvermittlung, aber kaum sind ein paar Frauenbeine dabei, ist alles andere unwichtig
Mit meiner Billigkamera ist die Qualität leider nicht so gut, mit deiner Profiausrüstung hätte das bei dem Licht bestimmt sensationelle Fotos gegeben
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am 10. August 2008 um 15:24 4.Ekke schrieb …
Hallo Mogga!
Zu Deinem biffo-Kommentar: Ja, geiles Pflaster …
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am 10. August 2008 um 21:14 5.moggadodde schrieb …
@ Ekke: Pflaster!? Wo?
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am 10. August 2008 um 21:31 6.Ekke schrieb …
Na Bild oben ganz unten …
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am 10. August 2008 um 21:48 7.moggadodde schrieb …
@ Ekke: Das war nur ein Test, ob du neben den wohlgeformten Gehwerkzeugen tatsächlich noch etwas anderes wahrnimmst … ;-D – Bestanden!
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am 10. August 2008 um 21:59 8.Ekke schrieb …
Na GsD! Nicht auszudenken, wenn ich durchgefallen wäre. Aber nun ja, die Gefahr bestand ja zu keinem Zeitpunkt wirklich. Soweit habbich mich schon im Griff …
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am 10. August 2008 um 22:04 9.moggadodde schrieb …
@ Ekke: “What the hell is GsD” habe ich eben geschrieben, und just in dem Moment hatte ich die Erleuchtung! Verblüffend!
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am 11. August 2008 um 04:20 10.biffo schrieb …
@Ekke und Mogga, wer bei solchen Beinen auf das Plaster achtet hat vom Leben nicht mehr viel zu erwarten
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am 11. August 2008 um 18:57 11.moggadodde schrieb …
@ biffo: Was für ein philosophisches Schlusswort;
dem kann selbst ich nichts hinzufügen …
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am 11. August 2008 um 20:59 12.Smiley schrieb …
Sieht ja toll aus, wo du da warst. Deine Beschreibung dazu ist auch klasse.
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am 11. August 2008 um 21:22 13.Ekke schrieb …
Leider muß ich biffo ganz leicht korrigieren:
“Wer bei solchen Beinen ZUERST auf das Pflaster achtet, hat vom Leben nicht mehr viel zu erwarten.”
Einen schönen Abend wünscht
der Ekke
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am 11. August 2008 um 21:37 14.moggadodde schrieb …
@ Smiley: Ja, in aller Frühe ist es dort sogar ein bisschen märchenhaft.
@ Ekke: Das wäre dann wohl die weibliche Variante. Du scheinst Frauenversteher zu sein
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am 11. August 2008 um 22:00 15.Ekke schrieb …
Wie die meisten männlichen Wesen nicht wirklich, Mogga …
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am 11. August 2008 um 22:23 16.moggadodde schrieb …
@ Ekke: Es ist doch nicht schwer, uns zu verstehen! Ihr müsst euch nur ein bisschen Mühe geben! Ohne Fleiß kein Preis
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