Ein Herz in Flammen

Im Nichtraucherbereich eines Biergartens in Saarlouis hat sich eine Frau ihre Zigarette angesteckt und als der Herr Ober sie sicher freundlich bat, das Rauchen dort doch einzustellen, schmiss sie ihre Fluppe erbost auf den Boden. Der Kellner hob die noch glühende Kippe aber wieder auf und steckte sie der Meckerziege in den Ausschnitt. Da sage ich mal:

1. Nicht schlecht, Herr Specht!
2. „Anmachen“ im echten, puren Sinn. Das ist doch mal eine Alternative im alltäglichen Bagger-Einerlei.

Und jetzt kriegt der arme Kerl noch eine Anzeige wegen Körperverletzung, was ich ziemlich ungerecht finde. Ich an seiner Stelle hätte die Kippe auf der Hühnerbrust nämlich auch noch ausgedrückt.

Euch einen heißen Tag wünscht
moggadodde

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Dieser Eintrag wurde in Daily Soap veröffentlicht.

34 commenti su “Ein Herz in Flammen

  1. yeow sagt:

    Kannst Du aber gemein sein.

    Ob die Reaktion richtig war ?

    Ich hätte sie einfach nur aus dem Biergarten geschmissen. Allerding mit einer „kleinen“ Bearbeitungsgebühr für das beseitigen der Kippe.
    Ich hätte Ihr dann die Summe von EUR 300,- oder EUR 500,- vorgeschlagen.
    Oder vieleicht eine Anzeige bei der Polizei.

    Da das die empfindlichsten Dinge, auf die ein Mensch reagiert, trifft. Den Geldbeutel und den Stolz. Am besten beides.

  2. Jimmy sagt:

    Aber ein Nichtraucherbereich in einem Biergarten (also unter freiem Himmel, wenn ich das richtig verstehe?), ist schon ein bißchen lächerlich, oder? Das ist im Nichtrauchergesetz auch nicht vorgesehen. – Ich finde das Verhalten des Kellners, egal wie zickig die Tante war (was ich ja irgendwie verstehen kann; s.o.!), schon etwas übertrieben. Arbeite ja auch im Dienstleistungessektor, aber wenn ich jedesmal so reagieren würde, wenn ein Gast sich zickig benimmt, säße ich wahrscheinlich schon längst im Knast.

    Nö, im Ernst: Sowas geht nicht!

  3. Al Gore sagt:

    Ein Nichtraucherbereich im Biergarten ist gut, nur mal so nebenbei bemerkt. Statt frischer Luft die Abluft anderer Gäste einzuschnaufen, da brauche ich dann auch nicht in den Biergarten!
    Mir tut der Kellner leid, einen Richter, der ihn freispricht, wird er aber wohl eher nicht finden.

  4. Jimmy sagt:

    Ich fasse es nicht! „Armer Kellner“? „mir tut der Kellner leid“? – Kippe auf den Boden werfen rechtfertigt als Körperverletzung? Meine Güte, in welcher Welt leben wir???

  5. barbara sagt:

    also der Kellner hat eindeutig überreagiert Ich hab kein Mitleid.

  6. moggadodde sagt:

    @ yeow, Al Gore, barbara und Jimmy: Klar geht das nicht … und sicher wird der Kellner eine verbraten kriegen.
    Der Gastronom hat nun einmal eine Nichtraucherzone eingerichtet und da ist es egal, ob das drin oder draußen ist. Ich als Raucher setze mich halt um, wenn ich mich vertan habe und mach‘ den Kellner nicht noch an, da hat die Dame eine Lektion schon verdient, aber natürlich keine Brandwunde im Dekolleteé …
    Trotzdem kann ich ein bissle Verständnis für den Kellner aufbringen. Auch wenn er für den „Kundendienst“ eingestellt wurde, kann ich mir vorstellen, dass ihn viele „Kunden“ ziemlich schofel behandeln und wenn ihm dann noch von einer eingebildeten Schnepfe, die offenbar nicht lesen kann, die Kippe vor die Füße geschmissen wird, können die Sicherungen schon durchbrennen.
    Mildernde Umstände aufgrund akuten Stresses oder so. Geldstrafe und feddich.

  7. Ruwen sagt:

    Ich würd mal sagen beide haben überreagiert.

    Doof ist, dass der Steuerzahler deren Privatscharmützel wieder mal ausbaden darf. Klar wird der Kellner eins übergebraten kriegen wenn die Dame eine Verletzung belegen kann. Eigentlich hätten volljährige Menschen sowas unter sich regeln müssen.

    Ich bin Nichtraucher, finde aber, dass bei entsprechender Rücksichtnahme sich in offenen Biergärten eine einvernehmliche Regelung für beide Seiten finden lassen müsste, die ohne staatliche Sanktionen klarkommt.

  8. moggadodde sagt:

    Das finde ich auch, Ruwen. Die Leute beschweren sich über Gesetzes-Gängelei, aber wenn jeder nicht nur an sich denken und auch mal seinen Verstand einschalten würde, bräuchte nicht jeder Pups vom Gesetzgeber reglementiert zu werden.

  9. Ekke sagt:

    Eine etwas heftige Reaktion von beiden Seiten, wie ich finde.
    Nichtraucherbereich im Biergarten? Warum nicht! Ein Schritt in die richtige Richtung.

  10. Jimmy sagt:

    Oh, Mann! Leute, Ihr schnallt es immer noch nicht, oder? Gesetz hin oder her. Sinn und Unsinn mal ganz außer Acht gelassen. Zicke oder nicht. – Es geht darum: Die hat nur (NUR!!!!) die Kippe auf den Boden geschmissen (wo sollte sie im übrigen die auch sonst hinwerfen in Ermangelung eines Aschenbechers?). Vielleicht war sie ja zickig und bockig. Aber letztendlich kam sie ja der Aufforderung nach und war einsichtig. Sie hat den Typen auch nicht körperlich angegriffen. – Und da geht der Kerl hin und VERBRENNT sie mit einer GLÜHENDEN ZIGARETTE. – Und mit dem habt Ihr Mitleid? Denkt nochmal scharf darüber nach!

  11. moggadodde sagt:

    @ Ekke: Damit hab‘ ich auch als Raucherin kein Problem, wenn der Wirt das so regelt. Aber schon aus Anstandsgründen rauche ich auch im „ungeregelten“ Biergarten (wo ich sowieso viel zu selten hinkomme) nicht, wenn am Nebentisch der Obatzte serviert wird.

    @ Jimmy: Es ist überliefert, dass dem Vorfall ein Wortgefecht vorausgegangen ist. Sie war sicher nicht „einsichtig“, sondern sauer und aufgebracht und hat den Kellner bestimmt nicht mit Kosenamen bedacht. Ein „Oh, da sitze ich wohl falsch“ und „wo kann ich meine Zigarette jetzt ausmachen?“ hätte wohl schon gereicht, um die Situation zu entschärfen. Ich bleibe dabei: Die Frau trägt mit Schuld daran, dass das eskalierte.

  12. Jimmy sagt:

    Och, woher weiß man, in welchem Ton der Kellner die angepflaumt hat. – Aber noch einmal: Darum geht es nicht. Selbst wenn sie noch so zickig war, selbst wenn sie ihn mit sonstwas beschimpft hat; ER hat körperlich reagiert. ER hat Körperverletzung begangen. Okay, hauen wir in Zukunft jedem, mit dem wir Streit haben, eine in die Fresse??? Wie zivilisiert ist DAS denn? – Also, gehen wir mal davon aus, daß sie eine absolut ätzende Zicke war und er eigentlich ein guter Kerl, dem die Nerven durchgingen. Und weiter? Ihm auch noch hier verbal Beifall zu klatschen, halte ich für absolut falsch und stellt uns auf die Stufe von Neanderthalern. (Im übrigen: Wenn er so ein guter Kerl ist, dem nur die Nerven durchgingen, dann ist er selbst sicher nicht stolz auf die Tat. Und wenn er kein guter Kerl ist und auch noch stolz auf seine Tat ist, dann ist er wirklich ein Neanderthaler und hat es verdient, zu blechen und zu blechen und zu blechen!) – Es geht mir nicht darum, den einen oder anderen zu entschuldigen oder in Schutz zu nehmen; es geht mir darum, daß Ihr HIER noch nicht einmal erkennt, wie gewaltverherrlichend Ihr Euch artikuliert und es noch nicht einmal merkt.

  13. Georg sagt:

    „… es geht mir darum, daß Ihr HIER noch nicht einmal erkennt, wie gewaltverherrlichend Ihr Euch artikuliert und es noch nicht einmal merkt.“

    Junge, geht’s noch? Therapie gibt’s bei der AOK.

  14. moggadodde sagt:

    Hoho! Das kann ich hier nicht so stehen lassen. Keiner der Kommentatoren verherrlicht Gewalt, dagegen möchte ich mich ausdrücklich verwahren. Das Leben hat, zumindest mich gelehrt, dass es Situationen gibt, in denen auch ein friedfertiger Mensch die Kontrolle verliert. Wer von sich sagt, er habe noch nie Gewalt, verbal oder körperlich, ausgeübt, ist unglaubwürdig. Ich stehe hier nicht auf einer Insel der Seligen, sondern kenne menschliche Schwächen. Auch ich weiß, dass man keine Kinder anbrüllt und tue es trotzdem dann und wann. Der Kellner weiß, dass man keine Kippen in Ausschnitte schmeißt und hat es trotzdem getan. Ich sehe die Welt nicht nur schwarz und weiß sondern erkenne auch Grau dazwischen.
    Das ist ein Blog, kein Tribunal. Ein Blog kann Tagesereignisse des Schreibers wiedergeben und auch humoristische, unterhaltsame oder provokante Passagen enthalten. Wem das gefällt, der kann was dazu sagen und weiterziehen, wem das nicht gefällt, kann auch was dazu sagen und weiterziehen. Das ist dir unbenommen. Aber ich finde, wir sollten die Kirche im Dorf lassen.

  15. Jimmy sagt:

    Und was ist mit „Ich an seiner Stelle hätte die Kippe auf der Hühnerbrust auch noch ausgedrückt!“? Oder eine Verbrennung mit glühender Zigarette als „Pups“ (der ja nur unsere Gerichte vertstopfen würde) zu bezeichnen?

    Mir geht’s nicht darum, hier als Mahatma Gandhi erscheinen zu wollen, der Frieden für alle predigt. Nee, ich hab‘ 10 Jahre als Taxifahrer gearbeitet und hatte ab und zu mit wahrscheinlich um einiges zickigeren Leuten zu tun. Mir sind 2-3 x in dieser Zeit auch die Nerven durchgegangen (einer der Gründe, warum ich den Job letztendlich an den Nagel gehängt habe). Ich hab‘ also sogar eventuell Verständnis (wobei es wahrscheinlich schon ein Unterschied ist, ob man jemandem eine Ohrfeige im Affekt gibt oder ob man ganz bewußt eine glühende Zigarette aufhebt und damit jemanden verbrennt. – Kommt mir irgendwie krasser, durchdachter und gemeiner vor.) ABER: Ich bin nicht stolz darauf. UND: Ich hätte es sicher NICHT gut gefunden, wenn hinterher jemand zu mir gesagt hätte: „Haste super gemacht! Ich hätte ihm gleich noch eine reingepfeffert!“
    Und eben DAS entsetzt mich, wie Menschen, die sonst eigentlich einen ganz vernünftigen und anständigen Eindruck machen, unreflektiert sowas von sich geben. Und in wo in den Kommentaren einige die Meinung durchsickern lassen: „Och, so ’ne Zigarettenverbrennung ist doch nicht schlimm. Die sollen sich mal nicht so anstellen!“

  16. moggadodde sagt:

    Gut. Jetzt geht es also doch nur noch um mich. Darüber, ob eine Ohrfeige im Affekt oder eine Kippe im Ausschnitt im Affekt schlimmer ist, lässt sich wohl ebenfalls streiten. Ich weiß nicht, ob dir die Worte „Satire“ oder „überspitzte Darstellung“ etwas sagen, aber wenn du hier behauptest, ich würde mit diesem Posting Gewalt verherrlichen, denke ich, du solltest dieses oft zynische Blog künftig meiden, damit du mit solchen, dich offenbar verletzenden Themen nicht mehr konfrontiert wirst. Ich kann nämlich nicht versprechen, dass sich andere Beiträge nicht wieder auf diese Ebene begeben werden.

  17. Jimmy sagt:

    Okay, streiche „verherrlichen“, setze „verharmlosen“. – Ansonsten halte ich jetzt einfach die Klappe, bevor ich von irgendwelchen dubiosen Weltfriedenpredigern eine aufs Maul bekomme. Ist anscheinend die neue Umgangsart. Und tschüs!

  18. markus sagt:

    irgendwie versteht dieser jimmy deinen humor aber auch rein gar nicht, mogga. was solls. wie du schon schriebst, dann soll er halt fort bleiben. ich find, hier ist nix gewaltverharmlosend, geschweige denn gewaltverherrlichend. mit verlaub, er soll doch zum regenbogen gehen…

  19. Georg sagt:

    @ Jimmy: Warste immer noch nicht in Therapie? Ich hab’s dir doch vorgeschlagen, zahlt die Kasse, ehrlich, in begründeten Fällen werden alle Kosten übernommen. Glaube mir, ohne dir zu nahe treten zu wollen, du bist ein begründeter Fall.

  20. Ekke sagt:

    Wie es scheint, sind hier doch ein bis zwei Leute dabei, die die Weisheit mit heiligen Löffeln gefressen haben. Na, einer ist ja schon gegangen.
    Leute entspannt Euch! Und bemüht Euch mal bitte etwas mehr, den Ball eine Idee flacher zu halten!
    Ich sehe hier übrigens auch niemanden, der gewaltverharmlosend oder gar -verherrlichend auftritt und ganz ehrlich:
    Mogga schon gar nicht!
    Solche Sachen, wie sie hier beschrieben wurden, passieren eben und die zu tragenden Konsequenzen müssen nun der Kellner und die Frau Gast eben unter sich ausmachen oder schlichten lassen. Basta!
    Ein Glück aber auch, daß solche vergleichsweise kleinen Konflikte nicht immer gleich solch eine gewaltige Resonanz auslösen, denn sonst könnte man bei solchen Sachen wahrscheinlich IMMER gleich mit einer Massenschlägerei rechnen. Und bei solchen geht dann sicher niemand mehr freiwillig in einen Biergarten oder eine Gaststätte.
    So, und nun nehmt Euch mal selbst nicht ganz so ernst . . . !

  21. moggadodde sagt:

    Ruhig, Leute, es ist doch alles in Ordnung! Jimmy hat seine Meinung gesagt, das ist sein Recht und ich habe meine kundgetan. Damit ist die Sache erledigt, finde ich.

  22. Ekke sagt:

    Oh je, da macht sich wohl das Alter wieder einmal bemerkbar. Natürlich soll es im letzten Beitrag ganz am Ende heißen:
    „Und dann geht sicher niemand mehr freiwillig in einen Biergarten oder eine Gaststätte.“
    Vielen Dank für Ihr Verständnis!
    Danke! 😉

  23. Kai sagt:

    bezahlt die krankenkasse wirklich die therapie auch wenn man über 21 jahre alt ist? 🙂 ich will mal hingehen, wer hat das hier gesagt und stimmt das wirklich?

  24. Ruwen sagt:

    @ Hey Jimmy, das hab ich ja gar nicht mitbekommen, was hier noch abging. Hoffentlich erreich´ ich dich und die anderen LeserInnen und SchreiberInnen noch mit meinem Einwand:

    Die ganze Scheiße die da ablief, ist eindeutig Kinderkacke und die Akzeptanz dessen hat nix, überhaupt nix mit Gewaltverherrlichung, Gewalttoleranz oder so ähnlich zu tun. Sie, die Dame hat dem niederen Dienstleister, dem Domestiken, dem mit dem weißem Tuch überm Arm, die Kippe vor die Füsse geworfen, die er jetzt gefällgst lautlos zu entsorgen hat. Er hat ihr, der Großmütigen, gütig Gebenden, Zahlenden, nichts zu sagen… Er hat nur zu kuschen. Das ist die Position eines niederen Kellners, des Personals. Du hast recht, diese Position hätte er ohne aufzumucken einnehmen müssen. Keiner zwingt ihn schließlich zu diesem Job.

    Jetzt aber: Sie hat ihm keine Wahl gelassen sein Gesicht zu wahren. Diese Chance solltem man immer seinem Gegenüber lassen, um heil aus einer Sache rauszukommen. So hab ich das Leben gelernt. Du Jimmy und ich, wir hätten beide nicht zugeschlagen, auch wenn es ein Kerl gewesen wäre, der uns provoziert hätte. Da bin ich mir sicher. Er… ähh SIE hat nun aber zugeschlagen. Und dass es Prügel waren die sie verteilt hat, wusste sie auch allzu genau. Und weil sie weiß, dass es als Frau nix auf´s Maul gibt… das wissen viele Frauen nur allzu gut… hat sie genau diese Scheiße abgezogen sich aber leider verkalkuliert. Es gibt Prügeleien denen man (wir beide) auszuweichen weiß, deren Situation andere aber emotional nicht gewachsen sind. Deswegen prügeln sich ja auch so viele. Das ist dann eine Sache auf Gegenseitigkeit. Wie hier. Deswegen hätten es die beiden untereinander abmachen sollen.
    Die Prügelei provozieren, einen Schritt zu weit gehen und dann heulend zur Polizei rennen. Kellner sein, sich doof anmachen lassen und dumm, machomäßig drauf anspringen. Selber Schuld sag ich nur. Beiden! Wenn mir ein Taxifahrer fies die Vorfahrt nimmt, sag ich mir (das machen DIE nie, ich weiss), der muss damit sein Geld verdienen… lass ihn… kurzer Stinkefinger (mach ich auch nie) und das war´s. Wir sind Menschen und keine Maschinen.

  25. barbara sagt:

    mir ist schon oft aufgefallen, das in Beiträgen, wo es um das Rauchen geht, oftmals die Post abgeht.
    Ich denke, Jimmy ist noch nicht so lange hier, kennt die Leute nicht usw., denn hier wird Gewalt nicht verharmlost und Mogga ist eine erstklassige Schreiberin, die immer mit spitzer Feder schreibt.
    Aber nun trampelt mal auf dem Jimmy nicht rum, jeder darf ja seine Meinung sagen und muss sich nicht gleich in Therapie begeben 😉

  26. Ruwen sagt:

    Ich wollte Jimmy doch gar nicht ans Leder und ich mag Leute, die mit spitzer Feder schreiben 😉

    Und ich hab doch paarmal geschrieben, dass ich seinen Standpunkt teile…

    Ich liebe euch doch alle!

  27. barbara sagt:

    ich liebe dich auch

  28. markus sagt:

    @barbara: hier trampelt doch nienamd auf jimmy rum. er hat seine meinung gesagt und kritik geerntet. wenn er damit und mit moggas art zu schreiben nicht umgehen kann, dann ist er hier halt fehl am platze.

    @mogga: schreib bloß so weiter. nicht jetzt vorsichtiger werden. wir lieben deine art zu schreiben. eben mit spitzer feder, satirisch und manchmal auch sarkastisch. stimmt doch, oder?

  29. moggadodde sagt:

    Ruwen hat es auf den Punkt gebracht: „Wir sind Menschen, keine Maschinen“ und das möchte ich hier auch so stehen lassen.
    Schreiben werde ich auch in Zukunft so, wie ich das mit mir und meinem Gewissen vereinbaren kann.
    Und: ICH liebe euch ALLE!

  30. Jimmy sagt:

    Oje, was ist denn da nun wieder alles zusammen gekommen? Ich wollte ja die Klappe halten, aber nachdem ich eh nicht schlafen kann, fange ich eben wieder von vorne an. Nun hört schon auf zu stöhnen. Braucht ja nicht zu lesen! Wer trotzdem will, kocht sich am besten erstmal Kaffee (und legt sich eine Schachtel Zigaretten bereit?).

    Also, ums nochmal ganz klar zu sagen: Ich hatte nicht vor, Mogga anzugreifen. Anscheinend sahen das einige so. Aber anscheinend lesen auch einige nicht richtig. Ich finde Mogga gut, lese gern ihre Einträge, werde das auch weiterhin tun, sie wird auch weiterhin bei mir verlinkt bleiben und sie hat mir gerade hier in der Diskussion gegen Ende sehr imponiert.

    Ansonsten gehe ich die Sache nun einfach mal durch, wie’s mir so auf- und einfällt:

    Ruwen, ist ja nett gemeint (oder auch nicht), aber bestätigt mir nur wieder, was ich schon die ganze Zeit vermute: Ich werde ständig mißverstanden! Was soll denn das: „Du hast Recht! Diese Position [unterwürfiger Lakai] hätte er ohne aufzumucken einnehmen müssen!“ ? – Sowas habe ich doch gar nicht behauptet. Himmel! Sollte es tatsächlich so angekommen sein, daß der das hinnehmen hätte müssen, weil er KELLNER ist? Das habe ich SO an keiner Stelle geschrieben.

    Intermezzo: Gerade weil er eigentlich in Stellvertretung des Chefs agiert, hat er dort das Hausrecht und sitzt somit am längeren Hebel. Er hätte wesentlich gelassener mit der Situation umgehen können und die Frau einfach rauswerfen können. So habe ich das im Taxi gemacht, wenn da jemand rauchen wollte. So funktioniert das jetzt auch im Kino. Und falls es der eine oder andere nicht mitbekommen hat: Ich arbeite u.a. selbst nebenbei im Dienstleistungssektor und muß mich oft mit bornierten Idioten herumärgern. Wenn der Kellner da von mir keine Sympathien zu erwarten hätte, von wem denn dann? Ja, von wem? Eben! – Intermezzo Ende.

    Nein, ich bin einfach der Meinung, daß das keine Art ist, mit einem Streit umzugehen. Egal wie die Personen im Verhältnis zueinander stehen. Egal welches Geschlecht die Personen haben. Eine Diskussion mit Gewalt zu beenden und das auch noch gut zu finden (und dieser Zusatz ist wichtig! Ich sag doch: Aufmerksamer lesen!), ist nur was für geistig minderbemittelte Personen. – Mit denen würde ich mir auch gar nicht die Mühe machen, diskutieren zu wollen. Aber HIER bei Mogga rechne ich eigentlich mit intelligenten und zivilisierten Menschen. Und gerade das macht die Reaktionen nur umso enttäuschender.

    Es gäbe eine Ausnahme, bei der ich – wie alle anderen – noch Verständnis für die Tat des Brandmarkers hätte, und das wäre eben eine Handlung im Affekt. – Verständnis ja, Toleranz nein. Denn wenn es im Affekt gewesen sein sollte, dann ist der Typ im Nachhinein sicher nicht glücklich darüber. Und es wäre vollkommen falsch, ihn auch noch dafür zu bejubeln. Wir sind alle nur Menschen und jeder hatte bestimmt schon die eine oder andere Situation, in der sich der Verstand ausgeschaltet hat. Aber wer von Euch war hinterher froh und hat sich ganz toll gefühlt?
    Aber ich glaube nicht daran, daß es in diesem Fall eine Affekthandlung war, denn 1. erfolgt eine Affekthandlung immer dann, wenn ein Mensch glaubt, sich nicht mehr anders helfen zu können. Da aber die Frau die Zigarette schon weggeworfen hatte, hatte der Kellner tatsächlich gewonnen (deshalb, liebe Mogga, meine Bemerkung, daß sie letztendlich – wenn auch vielleicht maulend und murrend und zeternd – einsichtig war). Psychologisch gesehen hätte sich der Affekt verflüchtigen müssen. Und 2. ist eine Affekthandlung eine zielgerichtete Handlung, die sich in Sekundenbruchteilen abspielt. Hätte er ihr eine gescheuert oder sie geschubst oder einen Aschenbecher nach ihr geworfen, könnte man das als Affekt gelten lassen. Aber er hat sich ganz gezielt von ihr ABgewendet, nämlich zu Boden, hat die Zigarette aufgehoben und sich dann wieder erhoben, um dann die Zigarette zu werfen. Eine Handlung, die einige Sekunden dauert, in denen er wieder zur Besinnung hätte kommen können.
    Also, in meinen Augen war das keine Affekthandlung, sondern eine ganz gezielt gehässige auf Körperverletzung ausgelegte Tat. [Und Mogga, hier hast Du auch nicht aufmerksam gelesen und entsprechend falsch interpretiert: Ich schrieb „Ohrfeige im Affekt“ (auf der einen Seite – Betonung auf Affekt!) und „bewußt… Brandwunden zufügt“ (auf der anderen Seite). Woraus Du „Ohrfeige oder Brandwunde im Affekt“ gemacht hast. – Dazwischen liegen in meiner bildlichen Vorstellung Welten!]

    Was mich einfach auch verblüfft: Wie die Hetzkampagne gegen Raucher in den letzten Jahren anscheinend unser Weltbild beeinflußt. – In der Zeitungsmeldung stand: „Der Kellner bat sie, die Zigarette auszumachen“. Daraus wird: „Der Kellner bat höflich…“. Schon hat der Kellner unsere Sympathien. Wissen wir, ob der so höflich war? Wissen wir, ob der gestreßt war? Könnte er nicht auch ein arrogantes Arschloch sein, Marke militanter Nichtraucher, der auf die arme Frau losgegangen ist und sich tierisch freute, ein neues Opfer gefunden zu haben? Wissen wir das? In der Zeitung stand nichts von „Zicke“; da stand nur, daß die Frau anfing zu diskutieren und sich daraus ein Streit entwickelte. Da stand auch nicht, daß die Frau den Streit begonnen hat; das könnte (sehr wahrscheinlich sogar) sich durchaus gegenseitig aufgestachelt haben. Aber nee, in unserem Weltbild war’s automatisch die rauchende Zicke, die keine Ruhe gab. Und in der Zeitung stand auch nicht, daß sie dem Kellner „die Zigarette vor die Füße geschmissen“ hat, sondern nur, daß sie letztendlich die Zigarette zu Boden warf. Und wissen wir überhaupt, ob ein deutliches Schild mit dem Hinweis „Nichtraucherbereich“ zu sehen war? Wissen wir auch nicht.
    Aber wißt Ihr was? – Das spielt auch überhaupt keine Rolle. Wichtig sind nämlich die Fakten. Und Fakt ist die Körperverletzung. Darauf wollte ich unter anderem aufmerksam machen, aber anscheinend ist die das Uninteressanteste an der Geschichte?
    Hier ist deutlich eine Verschiebung von Opfer und Täter zu erkennen. In MEINEN Augen ist die Frau das Opfer. Selbst wenn sie möglicherweise die Tat provoziert hat. SIE ist das Opfer. Nicht der Kellner. Der ist und bleibt Täter. Das ist der Fakt. Alles andere Spekulation.

    Stellt Euch mal einen anderen Fall vor: Eine Frau mit Baby würde plötzlich mitten im Restaurant ihrem Kind die Windel wechseln. – Nun würde einige sagen: Ist doch nichts dabei! Andere würden sagen: Na, das fände ich aber auch nicht sonderlich angenehm, wenn ich beim Essen den Geruch und Anblick von Babyscheiße ertragen müßte. – Aber sei’s drum. Es kommt also der Kellner und bittet die Frau, für das Windelwechseln doch den Wickelraum zu benutzen. Doch die Frau sieht das nicht ein. Die Situation verschärft sich, artet in einen Streit aus. Und am Ende greift sich der Kellner von einem Tisch ein Messer und ritzt damit der Frau in die Brust. – Würde hier wirklich irgendeiner von Euch darüber diskutieren, daß „die dumme Schnepfe mit ihrem Balg doch selber schuld wäre“? Nee, glaube ich nicht. Für jeden wäre eindeutig der Kellner der Täter, auch wenn die Frau das noch so sehr provoziert hätte.

    Wie kann es dann aber sein, daß aufmüpfiges Verhalten von der Wertung her gleichgesetzt wird mit Verbrennung? – Und um es noch einmal zu verdeutlichen: Es geht hier nicht um eine ledigliche „Bloßstellung“ der Frau. Es geht darum, daß ihr eine glühende Zigarette in den Ausschnitt geworfen wurde. Sie hat schmerzhafte Verbrennungen erlitten (!) und wird ihr Leben lang Narben (!) haben. Ich wiederhole es gern noch einmal,für diejenigen, die etwas länger brauchen: Ein Mensch wurde von einem anderen mit einer glühenden Zigarette verbrannt.
    Bin ich denn wirklich so übersensibel, daß ICH das schlimm finde (seltsamerweise alle in meiner unmittelbaren Umgebung auch; warum Ihr nicht?). Könnt Ihr denn wirklich nicht verstehen, daß ich es erschreckend verharmlosend finde, das als „Pups“ oder Lappalie [Und Mogga, Du warst das nicht allein; also nicht nur „gegen“ Dich] zu werten? Daß ich es verharmlosend finde, überhaupt Spekulationen über das Ausmaß der Zickenhaftigkeit der Zicke, des Streßfaktors des Kellners anzustellen, um möglichst viele Rechtfertigungen für seine Tat zu finden? Daß ich es erschreckend finde, sich auch noch lustig über die Zicke zu machen?
    Sorry, aber wenn DAS Humor sein soll, dann bin ich halt doch lieber humorlos. Hätte der Kellner sich was anderes ausgedacht, sie tatsächlich nur bloßgestellt, lächerlich gemacht, dann hätte ich sicherlich mit Euch über die Zicke gelacht.

    Aber ich betone es noch einmal: In dem Moment, in dem der Mann die Frau mit der Zigarette verbrannt hat, sehe ich in der Frau nur noch das Opfer einer Gewalttat. Diese vorsätzliche Körperverletzung ist Fakt. Der Rest Spekulation.

    Und wenn ich persönlich eine vorsätzliche Körperverletzung nicht sonderlich toll finde und deshalb angeblich therapiert werden sollte [also, mal im Ernst, Georg! Das war wohl das armseligste ‚Argument‘, das ich je gelesen habe. Und das dann auch nochmal zu wiederholen. Na, Du bist mir ja vielleicht eine Spaßkanone!] und die anderen der gleichen Meinung sind, dann habe ich hier tatsächlich nichts mehr zu suchen.
    Ich hoffe aber trotzdem, daß ich vielleicht doch nur falsch verstanden wurde, der ein oder andere vielleicht auch die Courage hat, sich zu entschuldigen, und sich dann alles noch in Friede, Freude, Wohlgefallen und Rudelbums auflöst.

    Soweit erstmal hierzu. Noch einige Einzelanmerkungen:

    @Mogga: Nein, das mit der Gewaltverharmlosung (und ich bitte das „verherrlichen“ zu verzeihen; mit ist der passendere Begriff erst später eingefallen) betraf NICHT nur Dich, sondern die ganze Grundstimmung. Siehe oben.

    @Mogga: Wie gesagt lese ich hier gerne. Und ich denke schon, daß mich meine Ausbildung dazu befähigt hat, eine Satire zu erkennen, wenn ich sie sehe. Der Ausgangsthread war und ist für mich als solche aber nicht zu erkennen. Du kannst mir kleinen Dummie aber gern nochmal genauer erläutern, WAS Du WIRKLICH damit sagen wolltest.

    @Mogga:Jemandem vorzuschlagen, doch dann gefälligst einfach woanders zu lesen, ist der Weisheit letzter Schluß. Nö, so einfach wirste mich nicht los! ;-)Ich hatte mich dann auch nur (erstmal) von dieser Diskussion verabschiedet; aber nicht wegen Dir, sondern weil dann diese „Therapieempfehlung“ kam; und auf solch niedrigem Niveau macht diskutieren dann einfach keinen Spaß mehr.

    @Markus: Ich habe meine Meinung gesagt. Und diese Meinung war, daß ich vorsätzliche Körperverletzung unverzeihlich finde und es mich erschreckt, wie wenig sie überhaupt noch wahrgenommen wird, ganz besonders, wenn es um Raucher geht. Wenn diese Einstellung/Meinung tatsächlich kritisiert wird, dann bin ich hier in der Tat fehl am Platz. Allerdings stellt sich damit der Kritiker selbst auch ein moralisches und soziales Armutszeugnis aus. Also würde ich hier auch nichts versäumen und ich würde Mogga nur noch um ihre Leserschaft bedauern können. – Aber ich hoffe ja immer noch, daß der eine oder andere endlich versteht, um was es mir die ganze Zeit ging.

    So, und das war’s jetzt wirklich. Peace!

  31. ruwen sagt:

    @ 30 Jimmy: Ich stehe jetzt vor dem Problem die Geduld der Hausrechtsinhaberin bzgl. einer ausufernden, kontroversen Diskussion auf fremdem Territorium überzustrapazieren, andererseits würde ich gerne reagieren.

    Nur soviel: Der Kellner wird mit Sicherheit wegen KV, wenn nicht sogar wegen gefährl. KV verurteilt werden. Er wird damit auch eine Vorstrafe im polizeilichen Führungszeugnis kassieren, und darf mit Gesamtkosten von 1-2 Monatsgehältern rechnen. Würde er straffrei aus der Sache herauskommen, wäre ich, das kannst du mir glauben, mit Sicherheit entrüstet. Was mich ärgert ist, dass die Frau am Ablauf des Geschehens eine gravierende Mitschuld trägt, aber grinsend den Gerichtsaal als Zeugin und erfolgreiche Nebenklägerin verlassen wird. Aus dem Grund hege ich Sympathie und Mitgefühl für den Täter, dass sich allerdings in Grenzen hält.

    Ich bleibe dabei. Beide hätten das Ding untereinander austragen müssen. Der Kellner hat großen Bockmist gebaut und die Frau hat falsch agiert und äußerst unfair reagiert.
    Alles was ich gerne noch ausführen würde, schreibe ich lieber nicht, da es sonst eine never-ending-story wird, obwohl mir das Herz dabei bricht und ich liebend gerne kontrovers diskutiere. Mist! 😉

    …bin ja schon still Frau Moggadodde
  32. moggadodde sagt:

    @ Jimmy: Ich hoffe sehr, deine Schlaflosigkeit steht nicht im Zusammenhang mit vorliegender Diskussion, sonst wärst du schon mindestens der Dritte in sieben Tagen, den ich um die Nachtruhe gebracht hätte und weil ich selbst einen gesunden Schlaf sehr schätze, täte mir das leid.
    Auf deinen sehr umfassenden Kommentar möchte ich nicht weiter eingehen, denn ich für meinen Teil habe alles gesagt. Nur soviel noch:
    Den vorliegenden Text empfinde ich schon als Satire im klassischen Sinn, spöttisch, tadelnd, beißend und gipfelnd im doch wirklich absurden Finalsatz und den Umstand anprangernd, dass eine egozentrische Gesellschaft die Durchsetzung ihrer vermeintlichen Persönlichkeitsrechte zur Not (aber ganz ohne Not) auch bis aufs Blut bzw. die Brandblase durchexerziert. Wo führt das hin? Sähe sich nicht jeder selbst als Nabel des Universums und würde die Mücke in der Tasche behalten statt den Elefanten hervorzuziehen, käme es nicht so weit. Dass das Ende der Fahnenstange dessen, zu was Menschen sich versteigen können, um ihr angeblich angekratztes Ego wiederherzustellen, noch nicht erreicht ist, dürfte der letzte Satz des Beitrags ausreichend angedeutet haben.

    @ Ruwen: Ihr dürft hier gerne weitermachen. Ich habe absolut kein Problem damit, wenn ihr hier noch weiter diskutiert. Meine Standhaftigkeit zumindest in diesen Dingen scheint der euren aber lange nicht das Wasser reichen zu können …

  33. Jimmy sagt:

    @Mogga: Hättest Du mir das nicht schon vor ’ner Woche erklären können? Dann wäre uns allen viel erspart geblieben. – Soeben hat sich meine Sicht auf den Eintrag selbst um 180° gewendet. Ich hatte das genaue Gegenteil verstanden. *oops!* Jetzt muß ich ja wieder ganz von vorn beginnen…

    Nee, packt die Hackebeilchen weg. War nur’n Scherz!

    @Ruwen: Ich bin müde. Im wirklichen und im übertragenen Sinne. Deshalb nur noch ganz kurz: Mag sein. Kann aber auch nicht sein. Wissen wir’s? Sagt Dir Vor-Urteil was? Ich denke, ein Gericht wird das schon alles abwägen und die Sachverhalte überprüfen, und dann entsprechend urteilen. Wir können das nicht. Ich zumindest nicht. Vielleicht hast Du aber einen Informationsvorsprung und kennst die Raucherin persönlich und ihren Charakter?
    Diskussion an anderer Stelle gern wieder. Über das Thema hier habe ich jetzt aber keine Lust mehr.

  34. moggadodde sagt:

    @ Jimmy: So. Und WER wird jetzt hier nicht verstanden 😉

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